RA WIN-Handbuch Help

Buchhaltung

Finanzbuchhaltung, Akten-/Mandanten-Buchhaltung, Offene Posten-Liste und weitere Buchhaltungsfunktionen

Vorbemerkung

Zur Finanzbuchhaltung gelangen Sie aus Microsoft WORD durch das Anwählen des Buttons FiBu (Ribbon RA WIN Extras) oder aus dem Hauptmenü, über den Menüpunkt Programme oder auf das Symbol gehen.

Die Dokumentation der Buchhaltung geht davon aus, dass Sie bereits mit grundlegenden Funktionen von RA WIN 2000 wie etwa der in Aktennummernfeldern über die Tastenkombination STRG-S ansprechbaren Suchfunktion vertraut sind.

Berücksichtigen Sie bitte auch, dass dieser Handbuchteil grundlegende Kenntnisse in der Buchführung voraussetzt. Keinesfalls werden wir Ihnen eine Einführung in die Finanz- oder die Aktenkontenbuchführung bieten, wenngleich wir Ihnen an geeigneter Stelle praktische Tipps und Anwendungsbeispiele für die vielfältigen Anforderungen aus der Praxis geben.

Wir empfehlen Ihnen hinsichtlich der Buchhaltung, sich ggf. mit Ihrem Buchhalter oder Ihrem Steuerberater (insbesondere hinsichtlich des Kontenrahmens oder spezifischer Kontierung) Rücksprache zu halten. Wir wollen, dass Sie RA WIN 2000 optimal, ggf. auch im Zusammenspiel mit anderen Programmen, einsetzen können.

Die rationelle und effektive Bearbeitung der tagtäglich anfallenden Buchungsvorgänge in den unterschiedlichsten Kanzleien mit den in der Kanzlei eigenen Besonderheiten ist für die Entwicklung des Buchhaltungsprogramms grundlegender Maßstab. Die Integration der verschiedensten Buchungsvorgänge in einem Arbeitsschritt setzt jedoch u. a. voraus, dass die unterschiedlichen Buchungsvarianten beherrscht werden und im Einzelfall Aktenkenntnis vorhanden ist.

Die nachfolgende Dokumentation soll wesentliche Funktionen und Einstellungen dokumentieren und ein paar Tipps &Tricks zusammenfassen.

Die Aufstellung erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit, noch kann sie abschließend jede Form der Kanzleiorganisation berücksichtigen.

Gern nehmen wir Ihre Anregungen entgegen, um diese in die Weiterentwicklung des Programms einfließen lassen zu können.

Allgemein & grundsätzlich

Das RA WIN 2000-Buchhaltungsprogramm beinhaltet nicht nur Buchhaltung im herkömmlichen Sinne, sondern umfasst neben der Finanzbuchhaltung die für Kanzleien wesentlichen Lösungen. Das sind Aktenkontenbuchhaltung, Offene Posten-Liste, Mahnwesen sowie diverse zusätzliche Funktionen . Der wesentliche Unterschied zwischen der Aktenkontenbuchhaltung und der Finanzbuchhaltung besteht in der unterschiedlichen Aufgabenstellung.

Finanzbuchhaltung

Sie beinhaltet jeglichen tatsächlichen Geldfluss der Kanzlei und dient der Ermittlung von Gewinn und Verlust

Das Aktenkonto

Es dokumentiert im Unterschied zum Forderungskonto nicht das Verhältnis Mandant ./. Gegner, sondern das Verhältnis Mandant -- Kanzlei. Es werden also sämtliche Forderungen und Zahlungen zur Akte erfasst (Auslagen, Gebühren, Fremdgeld).

Anmerkungen

Es ist nicht erforderlich, eingegebene Beträge mit dem jeweils eingestellten Währungsformat € zu versehen. Soweit Sie jedoch als Währungsformat € eingestellt haben und noch Beträge in DM verbuchen wollen, versehen Sie die den Betrag mit dem Zusatz d, bzw. umgekehrt e (Bsp. 100,00 DM werden als 100d eingegeben). Beim Verlassen des Eingabefeldes kontrollieren Sie jedoch bitte den angezeigten Betrag.

Glatte Beträge können ohne Pfennig- oder Centangaben, z.B. 100 anstelle 100,00 eingegeben werden, jedoch nicht als 100,\--.

Die Beträge sind ohne Tausendertrennzeichen einzugeben z.B. 1000.

In der RA WIN 2000-Buchhaltung können in sämtlichen Funktionen wie z.B. die Anzeige des Journals, der Aktenkonten und der Kontenblätter auf dem Bildschirm bzgl. Größe, Sortierreihenfolge oder Kontext der Felder interaktiv gesteuert werden. Klicken Sie einfach auf die jeweiligen Spaltenüberschriften, und sortieren Sie diese demnach auf- oder. absteigend.

Differenzierung

Einnahme-/Überschussrechnung

Die Einnahme-/Überschussrechnung gemäß § 4 Abs. 3 EStG ist die einfachste Art der Gewinnermittlung und entspricht letztendlich der Erfassung von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben. Diese Gewinnermittlungsart ist aufgrund ihrer buchungstechnisch einfachen Handhabung deshalb vorteilhaft, weil sie keine Führung von Bestandskonten, Kassenkonten und keine Inventur voraussetzt. Nachteil der Einnahme/Überschussrechnung ist jedoch, dass, im Unterschied zur doppelten Buchführung, nur sehr wenige Kontrollmöglichkeiten für die finanzielle Situation des Unternehmens gegeben sind.

Berechtigt zur Einnahme-/Überschussrechnung sind alle Steuerpflichtigen, die nicht auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu erstellen. Eine solche Verpflichtung kann sich u. a. aus handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 238 und 242 HGB) oder steuerrechtlichen Vorschriften (AO § 141) ergeben.

In der Regel ermitteln vor allem kleinere Gewerbetreibende (Einzelhändler, Handwerksbetriebe) sowie freiberuflich Tätige (Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare, Ärzte und Künstler) ihren Gewinn gemäß § 4 Abs. 3 EStG. Die Einnahme-/Überschussrechnung ist jedoch auch für diesen Personenkreis nicht zwingend vorgeschrieben. Es kann durchaus auch freiwillig eine doppelte Buchführung angelegt werden. Allerdings muss dann wegen der größeren Exaktheit diese Buchführung Grundlage der Gewinnermittlung sein (BFH-U. v. 24.11.59, BStBl 60 III S. 188).

Doppelte Buchführung

Die auch als Finanz- oder Geschäftsbuchführung bezeichnete Doppelte Buchführung ist die sachlich geordnete und lückenlose Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle eines Unternehmens aufgrund von Belegen.

Die Buchführung gilt als ordnungsmäßig, wenn sie einem sachverständigen Dritten (Steuerberater, Betriebsprüfer) in angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsfälle und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens vermitteln kann (§ 238 HGB, § 145 AO). Von doppelter Buchführung wird gesprochen, da jeder Betrag doppelt, einmal im Soll und einmal in Haben, verbucht wird. Der Abschluss dieser Buchführungsart ist der Betriebsvermögensvergleich gemäß § 4 Abs. 1 EStG, der mittels Erstellung einer Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung durchgeführt werden muss.

Alle Kaufleute sind zur Führung von Büchern verpflichtet, in denen sie ihre Handelsgeschäfte und die wirtschaftliche Lage ihres Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung ersichtlich machen müssen (§ 238 Abs. 1 HGB). Darüber hinaus ist jeder andere Unternehmer (Minderkaufleute, Handwerker u. a.) zur Buchführung verpflichtet, wenn er entweder mehr als 260.000,00 € Umsatz (bis 31.12.2001: 500.000,00 DM) oder mehr als 25.000,00 € Gewinn (bis 31.12.2001: 48.000 DM) jährlich erwirtschaftet (§ 141 AO).

Allgemein zum Kontenrahmen

Der standardmäßig eingerichtete Kontenrahmen der RA WIN 2000-Buchhaltung orientiert sich am vierstelligen Industriekontenrahmen (IKR). Dieser wiederum basiert auf dem SKR 01. Er ist zum Teil an den Sachkontenrahmen SKR 03 angelehnt, den insbesondere die DATEV ihrer Buchhaltung zugrunde legt. Allerdings sind anwaltsspezifische Besonderheiten im Kontenrahmen zu berücksichtigen, sodass er an die Bedürfnisse der Kanzlei individuell anzupassen ist. Insbesondere sind notwendige Sach- und Erlöskonten einzurichten, wobei der individuelle Gestaltungsspielraum bei der Einrichtung des Kontenrahmens sowohl durch buchhalterische Grundsätze als auch durch z. T. programmspezifische Restriktionen eingegrenzt wird.

Die Finanzbuchhaltung folgt in der Standardkonfiguration grundsätzlich den Regeln der Ist-Versteuerung gemäß § 20 UStG.

Selbstverständlich können Sie auch den bereits von Ihnen angelegten Kontenrahmen in RA WIN 2000 übernehmen, bzw. einen eigenen Kontenrahmen einrichten. Berücksichtigen Sie bitte zwingend die sachlichen und theoretischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Sachkontenrahmen.

Es wird jedoch empfohlen, den bereits von uns hinterlegten Standardkontenrahmen (SKR) zu verwenden und ihn ggf. Ihren Bedürfnissen anzupassen. Soweit Sie einen anderen Standardkontenrahmen verwenden wollen, sollten Sie vorsorglich Kontakt mit unserem Support aufnehmen.

Selbstverständlich kann der Kontenrahmen nachträglich bearbeitet und erweitert werden. Das Löschen von Konten ist allerdings nur dann möglich, wenn auf diesen Konten noch keine Buchungen vorgenommen wurden.

Kontenrahmen

Kontenrahmen dienen der Ordnung in der Buchführung und legen fest, wie die einzelnen Geschäftsfälle verbucht werden. Je besser ein Kontenrahmen auf die Tätigkeit Ihrer Firma zugeschnitten ist, desto informativer wird Ihre Buchführung sein.

Die Entscheidung, welchen Kontenrahmen Sie als Grundlage für Ihre Buchhaltung verwenden, liegt bei Ihnen. Wenn Sie mit einem Steuerberater zusammenarbeiten, klären Sie mit ihm, welcher Kontenrahmen für Sie der geeignete ist. Die gebräuchlichsten sind der SKR 03 und SKR 04. Inwieweit sich der angekündigte Anwaltskontenrahmen durchsetzen wird, bleibt insoweit abzuwarten.

In dieser Dokumentation wird im wesentlichen Bezug auf den SKR03 genommen, der für fast alle Branchen geeignet ist.

I Kontenplan

Die Buchhaltung beinhaltet derzeit geringfügige Restriktionen bzgl. des Kontenplans, die jedoch die einwandfreie Funktion der Buchhaltung gewährleisten.

Unter Menüpunkt FIBU / KONTEN / KONTENPLAN / KONTEN BEARBEITEN haben Sie die Möglichkeit, den vorkonfigurierten Kontenplatz zu editieren. Sie können neue Konten anlegen und bereits vorhandene Konten bearbeiten oder löschen.

Restriktionen

Um die einwandfreie Handhabung der Buchhaltung zu gewährleisten, sind im Kontenplan folgende Kontenzuweisungen zwingend einzuhalten. Innerhalb dieser Restriktionen ist die Kontenanlage frei wählbar.

Kontenbereich

Nummernkreis

Beschreibung

Konto

0 – 999

Anlage- und Bestandskonten

Konto

1000 – 1099

Finanzkonten

Konto

1300 – 1399

Umbuchungskonten (Konto 1300 ist zwingend als internes Umbuchungskonto zu nutzen)

Konto

1600 – 1699

Auslagekonten

Konto

1700 – 1799

Fremdgeldkonten

Konto

2000 – 3999

Reservierte Konten (nicht verwenden!)

Konto

4000

100% Vorsteuer

Konto

4001 – 4999

Aufwandskonten

Konto

5000 – 7999

Reservierte Konten (nicht verwenden!)

Konto

8000

100% Umsatzsteuererlöse

Konto

8001 – 8099

Erlöskonten (Referatskonten)

Konto

8100 – 8199

Zinseinnahmekonten

Konto

8200 – 8999

Weitere Erlöskonten

Konto

9000 – 9999

Vortragskonten

Kontenbereich

Nummernkreis

Beschreibung

Konto

0 – 999

Anlage- und Bestandskonten

Konto

1000 – 1099

Finanzkonten

Konto

1300 – 1399

Umbuchungskonten (Konto 1300 ist zwingend als internes Umbuchungskonto zu nutzen)

Konto

1600 – 1699

Auslagekonten

Konto

1700 – 1799

Fremdgeldkonten

Konto

2000 – 3999

Reservierte Konten (nicht verwenden!)

Konto

4000

100% Vorsteuer

Konto

4001 – 4999

Aufwandskonten

Konto

5000 – 7999

Reservierte Konten (nicht verwenden!)

Konto

8000

100% Umsatzsteuererlöse

Konto

8001 – 8099

Erlöskonten (Referatskonten)

Konto

8100 – 8199

Zinseinnahmekonten

Konto

8200 – 8999

Weitere Erlöskonten

Konto

9000 – 9999

Vortragskonten

Abbildung 1 - Hauptprogramm Buchhaltung

Anwaltskontenrahmen ./. SKR03 und SKR04

Die in RA WIN 2000 integrierte Finanzbuchhaltung ist standardmäßig für die einfache Buchführung / Ist-Versteuerung konfiguriert. Der Kontenrahmen ist angelehnt an den SKR03. Die Umsätze werden als Brutto-Umsätze erfasst und anhand des Steuerschlüssels ausgewertet.

Abweichend von vorstehendem Kontenrahmen kann die Finanzbuchhaltung jedoch auch so konfiguriert werden, dass sie dem SKR03 oder SKR04 folgt und die Brutto-Umsätze gesplittet auf die Aufwands-, bzw. Erlöskonten (und dementsprechend auf die Umsatz- bzw. Vorsteuerkonten), gebucht werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Anwaltsmanagement im Deutschen Anwaltsverein hat in Zusammenarbeit mit der DATEV einen Anwaltskontenrahmen entwickelt, der die spezifischen typischen Geschäftsvorfälle der Kanzleien abbilden kann. Soweit dieser in der Buchführung eingesetzt werden soll, ist ein Wechsel auf den SKR03 oder SKR04 notwendig.

Die Spezialkontenrahmen SKR03 und SKR04 sind diesbezüglich an die anwaltsspezifischen Bedürfnisse anzupassen und zu erweitern, auch um eine anwaltsspezifische betriebswirtschaftliche Auswertung zu ermöglichen.

Entsprechend den Empfehlungen des DAV sind folgende anwaltsspezifische Konten einzurichten:

Konto

SKR03

SKR04

Fremdgeld

Konto 1592

Konto 1374

Kreditkartenabrechnung

Konto 1730

Konto 3610

Statistisches Konto (steuerfreie Auslagen)

Konto 9290

Konto 9290

Gegenkonto zu 9290

Konto 9291

Konto 9291

Statistisches Konto (Fremdgeld)

Konto 9292

Konto 9292

Gegenkonto zu 9292

Konto 9293

Konto 9293

Konto

SKR03

SKR04

Fremdgeld

Konto 1592

Konto 1374

Kreditkartenabrechnung

Konto 1730

Konto 3610

Statistisches Konto (steuerfreie Auslagen)

Konto 9290

Konto 9290

Gegenkonto zu 9290

Konto 9291

Konto 9291

Statistisches Konto (Fremdgeld)

Konto 9292

Konto 9292

Gegenkonto zu 9292

Konto 9293

Konto 9293

Das Konto 4000 ist nur in Ausnahmefällen zu bebuchen.

Zu vorstehenden einzurichtenden Konten sollten [zusätzlich] folgende Konten umbeschriftet und die Geschäftsvorfälle entsprechend gebucht werden:

Konto / Bezeichnung

SKR03

SKR04

Gerichtskostenstempler

Konto 1001

Konto 1601

Steuerfreie Auslagen

Konto 1590

Konto 1372

Gehälter juristischer Mitarbeiter

Konto 4100 – 4109

Konto 6000 – 6009

Sonstige Löhne und Gehälter

Konto 4110 – 4119

Konto 6010 – 6019

Honorare freiberuflicher juristischer Mitarbeiter

Konto 4120 – 4129

Konto 6020 – 6029

Erlöse BRAGO (16 % MwSt)

Konto 8400 – 8404

Konto 4400 – 4404

Erlöse Zeithonorar (16 % MwSt)

Konto 8405 – 8409

Konto 4405 – 4409

Erlöse steuerpflichtige Auslagen (16 % MwSt)

Konto 8640

Konto 4945

Für den SKR03 können zwei weitere Konten für Kreditkartenabrechnungen eingerichtet werden.

Konto / Bezeichnung

SKR03

SKR04

Forderungen Kreditkartengesellschaften

Konto 1730

Verbindlichkeiten Kreditkartengesellschaften

Konto 1731

Um den Wechsel der Finanzbuchhaltung auf den SKR03 oder SKR04 vorzunehmen, setzen Sie sich bitte mit unserem Hause in Verbindung, da die Umstellung insbesondere voraussetzt, dass im Journal keinerlei Buchungen vorhanden sind.

Die Konten sind dann nachfolgend in der Buchhaltung über Menüpunkt FiBu / Konten / Kontenplan / Konten bearbeiten einzurichten, bzw. anzupassen.

Musterkontenplan und Erläuterungen

Der folgende Musterkontenplan dient als Beispiel für die Einrichtung Ihres eigenen Kontenplans.

Kontenklasse 0

Die Kontenklasse 0 beinhaltet die Anlage- und Kapitalkonten. In diesen Kontenbereich sind Geschäftsvorfälle zu buchen, die Anlagegegenstände über 410,00 € (bis 31.12.2001: 800,00 DM) netto betreffen.

Anschaffungskosten von Wirtschaftsgütern können üblicherweise nur verteilt auf die Nutzungsdauer steuermindernd geltend gemacht werden. Anschaffungen, die die 410,00 €-Grenze überschreiten, sind entsprechend der amtlichen Abschreibungstabelle auf die Nutzungsdauer zu verteilen. Dies wird als Absetzung für Abnutzung (AfA) oder Abschreibung bezeichnet.

Anlagewerte (ausgenommen Grundstücke) werden jährlich durch Abschreibungsbeträge gemindert. Sie buchen die jeweilige Abschreibung entweder im Journal als Umbuchung vom Anlagekonto auf das jeweilige Abschreibungskonto (Aufwandskonto) oder aber nutzen die Funktion Buchen in der AfA-Liste.

Von dieser Regelung sind lediglich geringwertige Wirtschaftsgüter (so genannte GWG) ausgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter können in voller Höhe im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden, soweit die Grenze von 410,00 € nicht überschritten wird (bis 31.12.2001: 800,00 DM).

Zu beachten ist dabei, dass als Bemessungsgrundlage die Nettobeträge zugrunde zu legen sind, sodass Anschaffungen, die weniger als 475,60 € (928,00 DM) incl. Mehrwertsteuer kosten, sofort im Jahr der Anschaffung abgesetzt/abgeschrieben werden können. GWG können daher auch direkt als Aufwand auf die Aufwandskonten gebucht werden.

Voraussetzung für die Sofortabschreibung ist, dass ein GWG selbständig nutzungsfähig ist. Soweit es nur gemeinsam mit anderen Wirtschaftsgütern eingesetzt werden kann, ist dies nicht sofort abzuschreiben. Typische GWG sind z.B. Kleinmöbel, Schreibtischstühle, Bücherschränke, Papierkörbe, Diktiergeräte, Software u. ä..

Immaterielle Vermögensgegenstände

Zu den Immateriellen Vermögensgegenständen zählen u.a. Patent- und Markenrechte sowie Software, die oberhalb des Wertes für GWG liegt.

Konto

Bezeichnung

0011

Immaterielle Vermögensgegenstände

0027

EDV-Software

Konto

Bezeichnung

0011

Immaterielle Vermögensgegenstände

0027

EDV-Software

Abbildung 4 - Allgemeine Einstellungen - Registerkarte Journal

Sachanlagen

Zu den Sachanlagen zählen alle Güter, die für die Errichtung und Betrieb der Kanzlei erforderlich sind.

Konto

Bezeichnung

0050

Grundstücke

| 0200 | Technische Anlagen und Maschinen | | 0320 | Pkw-Anschaffung | | 0400 | Geschäftsausstattung | | 0420 | Büroeinrichtung Möbel | | 0425 | Büroeinrichtung Maschinen | | 0450 | Einbauten |

Abbildung 5 - Allgemeine Einstellungen - Registerkarte Offene Posten

Finanzanlagen

Konto

Bezeichnung

0550

Darlehen an Angestellte

0630

Darlehen von Kreditinstitut

Konto

Bezeichnung

0550

Darlehen an Angestellte

0630

Darlehen von Kreditinstitut

Abbildung 6 - Allgemeine Einstellungen - Registerkarte Zahlungsverkehr

Beispiel:

Die Auszahlung eines Darlehens der Kanzlei an einen Angestellten ist eine Ausgabe und ist über das Sachkonto 0550 zu buchen.

Die Auszahlung des Darlehens vom Kreditinstitut an die Kanzlei stellt hingegen eine Einnahme dar und ist über das Sachkonto 0630 zu buchen.

Umgekehrt sind Tilgungen des Arbeitnehmers Einnahmen auf dem Sachkonto 0550 und Tilgungen der Kanzlei Ausgaben auf dem Sachkonto 0630.

Rechnungsabgrenzungsposten

Konto

Bezeichnung

0980

Aktive Rechnungsabgrenzung

0990

Passive Rechnungsabgrenzung

Konto

Bezeichnung

0980

Aktive Rechnungsabgrenzung

0990

Passive Rechnungsabgrenzung

Abbildung 7 - Auswahlliste der von RA WIN 2000 angebotenen Buchungstexte

Bei der Einnahmen-/ Überschussrechnung werden Betriebseinnahmen und -ausgaben entsprechend des tatsächlichen Zahlungsflusses, d. h. z.B., des Datums des Kontoauszuges, gebucht. Sie werden nicht dem Jahr zugeordnet, dem sie wirtschaftlich zugehören.

Eine feste Zuordnung besteht für regelmäßig wiederkehrende und in ihrer Höhe feststehende Betriebseinnahmen und -ausgaben, die kurz vor Beginn oder kurz nach Beendigung des Kalenderjahres (maximal 10 Tage), zu dem sie wirtschaftlich gehören, zu- oder abgegangen sind.

Kontenklasse 1

Konto

Bezeichnung

1000

Kasse

1001

Postgiro

1002

Sparkasse

1030

Volksbank

1031

Volksbank Festgeld

1040

Commerzbank

1300

Sammelgegenkonto

Konto

Bezeichnung

1000

Kasse

1001

Postgiro

1002

Sparkasse

1030

Volksbank

1031

Volksbank Festgeld

1040

Commerzbank

1300

Sammelgegenkonto

Abbildung 8 - Aktenkonto buchen - Registerkarte Einnahme

Der Kontenklasse 1 werden alle Finanz- und Privatkonten zugeordnet.

Kassenbestand, Gerichtskosten-Freistempler, Bankguthaben

Finanzkonten sind im Kontenbereich zwischen 1000 und 1099 anzulegen. Es können bis zu einhundert Finanzkonten angelegt und verwendet werden.

Das Sammelgegenkonto 1300 darf aus dem Kontenplan nicht entfernt werden. Es wird bei Umbuchungen automatisch angesprochen, um die Buchhaltung transparent und übersichtlich zu halten. Das Sammelgegenkonto kann wie ein Finanzkonto behandelt werden.

Sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten

Konto

Bezeichnung

1399

Dubiose Zahlungsvorgänge

Konto

Bezeichnung

1399

Dubiose Zahlungsvorgänge

Abbildung 9 - Aktenkonto buchen - Registerkarte Auslagen

Das Konto 1399 - dubiose Zahlungsvorgänge -wird als Zwischenkonto für Zahlungsvorgänge verwendet, wenn Zahlungsein- oder --ausgänge (z.B. Irrläufer der Bank oder von anderen Absendern) nicht sofort ordnungsgemäß einem Aufwands- oder Erlöskonto zugeordnet werden können.

Auslagen und Fremdgeld

Konto

Bezeichnung

1600

Auslagen

1601

Auslagen

1700

Fremdgeld

1701

Fremdgeld

Konto

Bezeichnung

1600

Auslagen

1601

Auslagen

1700

Fremdgeld

1701

Fremdgeld

Abbildung 10 - Aktenkonto buchen - Registerkarte Umbuchung

Im Kontenrahmen sind in den Standardkonfigurationen der Kontenbereich 1600 - 1699 für Auslagen und 1700 - 1799 für Fremdgeld vorgesehen.

Die Konten 1600 und 1700 werden bei einem Auslagen- oder Fremdgeldvorgang automatisch bebucht.

Es können jedoch weitere Auslagen- und Fremdgeldkonten wie z.B. für Großmandate, Bürogemeinschaften oder auch für Anderkonten eingerichtet werden.

Eine besondere Buchungshilfe ergibt sich durch die Funktion Auslagen- / Fremdgeldkonten zuordnen, mit der Sie Auslagen und Fremdgeldkonten bestimmten Referaten oder Sachbearbeitern zuordnen und damit auf diesen Konten ebenfalls automatisch buchen können.

Privatkonten

Die Privatkonten richten Sie sich am besten nach Ihren Vorstellungen und Bedürfnissen ein. Es steht der Kontenbereich von 1800-1999 zur Verfügung.

Konto

Bezeichnung

1800

Privatentnahmen

1801

Privatsteuer

1803

Private Sonderausgaben

1809

Privateinlagen

Konto

Bezeichnung

1800

Privatentnahmen

1801

Privatsteuer

1803

Private Sonderausgaben

1809

Privateinlagen

Abbildung 11 - Aktenkonto buchen - Registerkarte Kostenzinsen

Kontenklasse 4

Die Kontenklassen der Konten 4000 bis 4999 enthält die Aufwandskonten.

Vorsteuer / Umsatzsteuer

Konto

Bezeichnung

4000

100% Vorsteuer

4040

USt.-Nachzahlung an Finanzamt

4050

USt.-Zahlung an Finanzamt oder Rückerstattung

Abbildung 12 - Aktenkonto buchen - Registerkarte Fremdhonorar

Ein Ausnahmefall ist die Buchung von Anlagegütern, da in der Kontenklasse 0 keine Bruttobeträge gebucht werden können. Deshalb buchen Sie zuerst den Nettobetrag des Anlagegutes auf dem Anlagekonto und dann in einer zweiten Buchung den Mehrwertsteuerbetrag auf das Konto 4000.

Bei allen Buchungen in der Kontenklasse 4 geben Sie Bruttobeträge ein. Das Programm errechnet die Vorsteuer im Hintergrund und weist sie in der Umsatzsteuer-Voranmeldung und in den Listen und Konten als Gesamtbetrag aus.

Eine Vorsteuerrückerstattung ist nicht über das Konto 4000, sondern als Einnahme auf das Konto 4050 zu buchen.

Umsatzsteuerzahlungen an das Finanzamt aus der Umsatzsteuer-Voranmeldung sind ebenfalls über das Konto 4050 zu buchen.

Personalaufwendungen

Konto

Bezeichnung

4120

Gehälter

4121

Lohnsteuer

4122

Gehälter jur. Mitarbeiter

4125

Ehegattengehalt

4130

Sozialversicherung

4135

Kirchensteuer

4138

BG

4140

Freiwillige soziale Aufwendungen

4170

Vermögenswirksame Leistungen (VWL)

4175

Fahrkostenerstattung

4190

Aushilfen

Konto

Bezeichnung

4120

Gehälter

4121

Lohnsteuer

4122

Gehälter jur. Mitarbeiter

4125

Ehegattengehalt

4130

Sozialversicherung

4135

Kirchensteuer

4138

BG

4140

Freiwillige soziale Aufwendungen

4170

Vermögenswirksame Leistungen (VWL)

4175

Fahrkostenerstattung

4190

Aushilfen

Abbildung 13 - Kontoauszüge buchen

Der Kontobereich für Personalaufwendungen im DATEV-Kontenrahmen stellt den Kontenbereich von 4100 - 4199 zur Verfügung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen

Sämtliche Aufwandskonten können auf die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse der Kanzlei hin zugeschnitten werden.

Konto

Bezeichnung

4210

Büromiete

4215

Parkplatzmiete

4230

Heizung

4240

Gas, Wasser, Strom

4250

Reinigung

4260

Sonstige Raumkosten

4360

Versicherungen

4380

Beiträge

4390

Lehrgänge

4510

KFZ-Steuer/Versicherung

4520

KFZ-Leasing

4640

Repräsentationskosten

4650

Bewirtungskosten

4660

Reisekosten AN

4670

Reisekosten RA

4690

Fortbildungskosten

4800

Reparaturen / Instandhaltung

4820

Abschreibung Software

4830

Abschreibung Büroeinrichtung

4835

Abschreibung KFZ

4836

Abschreibung KFZ zur Berechnung EV

4855

Abschreibung GWG

4880

Abschreibung Auslagen

4910

Porto

4920

Telefon

4921

Telefax

4930

Büromaterial

4940

Fachliteratur / Bücher

4950

Steuerberaterkosten

4955

EDV-Kosten

4970

Nebenkosten Geldverkehr

4980

Betriebsbedarf

Konto

Bezeichnung

4210

Büromiete

4215

Parkplatzmiete

4230

Heizung

4240

Gas, Wasser, Strom

4250

Reinigung

4260

Sonstige Raumkosten

4360

Versicherungen

4380

Beiträge

4390

Lehrgänge

4510

KFZ-Steuer/Versicherung

4520

KFZ-Leasing

4640

Repräsentationskosten

4650

Bewirtungskosten

4660

Reisekosten AN

4670

Reisekosten RA

4690

Fortbildungskosten

4800

Reparaturen / Instandhaltung

4820

Abschreibung Software

4830

Abschreibung Büroeinrichtung

4835

Abschreibung KFZ

4836

Abschreibung KFZ zur Berechnung EV

4855

Abschreibung GWG

4880

Abschreibung Auslagen

4910

Porto

4920

Telefon

4921

Telefax

4930

Büromaterial

4940

Fachliteratur / Bücher

4950

Steuerberaterkosten

4955

EDV-Kosten

4970

Nebenkosten Geldverkehr

4980

Betriebsbedarf

Abbildung 14 - Journal buchen - Registerkarte Einnahme

Kontenklasse 8

Konto

Bezeichnung

8000

100% Umsatzsteuer

Konto

Bezeichnung

8000

100% Umsatzsteuer

Abbildung 15 - Journal anzeigen

In der Kontenklassen 8000 bis 8099 werden die Erlöskonten abgebildet.

Umsatzsteuer

Auf das Konto 8000 buchen Sie nur in Ausnahmefällen. Ein Ausnahmefall ist z.B. die Buchung nachversteuerter Vorschüsse aufgrund einer Mehrwertsteuererhöhung.

Bei allen Buchungen in der Kontenklasse 8 geben Sie die Bruttobeträge an. Das Programm errechnet automatisch den Mehrwertsteuerbetrag.

Eine Umsatzsteuerrückerstattung buchen Sie nicht etwa als Einnahme auf das Konto 8000, sondern als Einnahme auf das Aufwandskonto 4050, d. h, Sie behandeln die Umsatzsteuerrückerstattung richtigerweise als Reduzierung Ihrer Aufwandkosten.

Umsatzerlöse

Konto

Bezeichnung

8001

Sonstige Einnahmen

8002

Familiensachen

8003

Mietsachen

8004

Verkehrsunfallsachen

8005

Arbeitsrecht

8006

Zivilsachen

8007

Strafsachen

8008

Sozialgericht

8009

Notariat

8080

Einnahmen aus Nebentätigkeiten

8100

Zinserträge

8800

Erlöse aus Anlageverkäufen

8900

Eigenverbrauch

Konto

Bezeichnung

8001

Sonstige Einnahmen

8002

Familiensachen

8003

Mietsachen

8004

Verkehrsunfallsachen

8005

Arbeitsrecht

8006

Zivilsachen

8007

Strafsachen

8008

Sozialgericht

8009

Notariat

8080

Einnahmen aus Nebentätigkeiten

8100

Zinserträge

8800

Erlöse aus Anlageverkäufen

8900

Eigenverbrauch

Abbildung 16 - Einnahmen- / Überschussrechnung

Welche Erlöskonten einzurichten sind, ergibt sich aus konkreten Anforderungen und Bedürfnissen der Kanzlei.

Auf dem Konto 8080 sind typischerweise Einkünfte aus Nebentätigkeiten, wie z.B. Vorträge, Repetitorien etc. zu erfassen.

Auf das Konto 8100 sollten Zinserträge aus dem Anlagevermögen gebucht werden. Geringfügige Zinserträge aus monatlichen oder quartalsweisen Kontoabschlüssen können als Einnahme auf das Aufwandskonto 4970 gebucht werden.

Über das Konto 8800 sind Erlöse zu erfassen, die aus dem Verkauf oder durch das In Zahlung Geben von langlebigen oder geringwertigen Wirtschaftsgütern erzielt werden. Diese Einnahmen sind immer umsatzsteuerpflichtig.

Das Konto 8900 wird für die Erfassung des sog. Eigenverbrauchs verwendet, d.h., die Entnahme, Verwendung und Nutzung von Gegenständen und Leistungen der Kanzlei für private Zwecke.

Kontenklasse 9 -- Vortragskonten

Konto

Bezeichnung

9000

Vortrag Anlagekonten

9010

Vortrag Kapitalkonten

Konto

Bezeichnung

9000

Vortrag Anlagekonten

9010

Vortrag Kapitalkonten

Hinweise zur Datenausgabe

Die Vortragskonten sind erforderlich, um Jahresendbestände zu erfassen und diese als Jahresanfang vorzutragen, d. h., auf Bestandskonten am Jahresanfang den Endbestand des Vorjahres als Anfangsbestand zu buchen.

Siehe dazu auch „Buchhaltung mit Anfangsbeständen". Die Bestände der Anlage- und Kapitalkonten und der Finanz-, Auslagen- und Fremdgeldkonten sind dann zusätzlich aus den einzelnen Konten ersichtlich.

Kontenklassen

Erst die Einteilung der Konten in Kontenklassen ermöglicht sowohl eine entsprechende Auswertung in der Summen- und Saldenliste als auch entsprechende Zuweisung in der Einnahmen- / Überschussrechnung. Dort werden neben den Summen und Salden der einzelnen Konten die der Kontenklassen als solche aufsummiert.

Verwenden Sie einen der vom Programm in der jeweiligen Konfiguration angebotenen Kontenpläne, werden alle Konten in die vorhandenen Kontenklassen entsprechend der Zuordnung im Kontenplan einsortiert.

Die Zuordnung der Konten in die jeweilige Kontenklasse lässt sich ändern, indem Sie über Menüpunkt FiBu / Konten / Kontenplan die Funktion Kontenklassen aufrufen.

Die Sortierung ist in gleicher Weise wie in der Funktion Konten gruppieren vorzunehmen.

Konfiguration & Einstellungen

RA WIN 2000 ist entwickelt worden, um die tagtäglich im Alltag anfallenden Arbeiten in den unterschiedlichsten Kanzleien besser zu organisieren und mit weniger Zeitaufwand zu bewältigen. Da jedoch die Anforderungsprofile von Kanzlei zu Kanzlei z. T. stark differieren, ist RA WIN 2000 an die unterschiedlichen Bedürfnisse individuell anzupassen. Daher ist es besonders wichtig, die vielfältigen Möglichkeiten der Konfiguration von RA WIN 2000 richtig einzusetzen. Soweit Sie die Konfiguration von RA WIN 2000 nicht den konkreten Bedürfnissen Ihrer Kanzlei anpassen, können Sie unsere Software nicht optimal nutzen.

Allgemeine Einstellungen

Die allgemeinen Einstellungen für die Buchhaltung definieren Sie über Menüpunkt Extras / Allgemeine Einstellungen.

Es ist zu beachten, dass es sich bei blau eingefärbten Parametern nur um lokale, bzw. benutzerbezogene, Parameter handelt.

Registerkarte "Allgemein"

Erstes Buchungsdatum

Der Parameter Erstes Buchungsdatum definiert den erstzulässigen Buchungstag. Eine Buchung in einen Zeitraum vor diesem Datum ist nicht möglich.

Soweit der vorangegangene Abrechnungszeitraum abgeschlossen worden ist und nunmehr vor etwaigen Fehlbuchungen geschützt werden soll, empfiehlt es sich, das erste Buchungsdatum auf den nächstfolgenden Tag einzustellen.

Dieser Parameter ist jedoch nicht nur in den allgemeinen Einstellungen der Buchhaltung definierbar, sondern kann auch in der Einnahmen- / Überschussrechnung editiert werden. Soweit eine Einnahmen- / Überschussrechnung mit Umsatzsteuer-Voranmeldung erstellt worden ist, wird nach deren Erstellung das erste zulässige Buchungsdatum in einer separaten Abfrage zum etwaigen Editieren zur Verfügung gestellt.

[Hinweis:] Es wird empfohlen, das erstzulässige Buchungsdatum nicht länger als zwei bis drei Monate zurückliegend einzustellen.

Belegnummernvergabe

Die Buchführung ist nur dann ordnungsgemäß, soweit sie durch korrekt vergebene Belegnummern dokumentiert und nachgewiesen wird. Zudem wird die Organisation der Belegaufbewahrung erleichtert.

Die RA WIN 2000-Buchhaltung verfügt über verschiedene Arten der Belegnummernvergabe.

Belegnummernkreise bieten in der Praxis den Vorteil, die Buchungsbelege unterschiedlicher Buchungstatbestände fortlaufend nummerieren und nach ihrer Art zusammengefasst archivieren zu können (z.B. Ausgangsrechnungen 1997 von Nr. 0001 - 5000). Dazu wird für jede Buchungsart ein frei wählbares Buchungskürzel (z.B. ER für Eingangsrechnung) verwendet. Die Belegnummer setzt sich also immer aus dem Kürzel und der fortlaufenden Nummerierung zusammen und bildet somit einen eindeutigen Belegnummernkreis. Soweit der Einsatz von Belegnummernkreisen erforderlich sein sollte, wenden Sie sich zwecks näherer Informationen über Konfiguration und Einrichtung direkt an uns.

Die Belegnummernvergabe kann manuell oder automatisch erfolgen.

[automatische Vergabe]

Die automatische Belegnummernvergabe erzeugt, abhängig von der Nummer des Finanzkontos sowie des Kontoauszuges, eine fünf- bis neunstellige Belegnummer. Der Belegnummer werden automatisch fortlaufend die letzten beiden Ziffern des Finanzkontos, gefolgt von der Kontoauszugsnummer, Blatt-Nummer und Buchungsposition, zugewiesen.

Soweit dieser Parameter aktiviert ist, können dennoch im Einzelfall Belegnummern manuell vergeben werden.

[manuelle Vergabe]

Die manuelle Vergabe von Belegnummern sollte zumindest einer erkennbaren und nachvollziehbaren Systematik folgen.

Soweit die automatische Belegnummernvergabe deaktiviert ist und manuell die Belegnummer null vergeben wird, werden die Belegnummern automatisch aufsteigend fortgezählt, da die Buchhaltung die jeweils nächste Belegnummer vergibt. In der Konsequenz bedeutet dies, dass bei zwischenzeitlicher automatischer Belegnummernvergabe die fortlaufende Belegnummernsystematik 1, 2, 3, 4, 5... usw. nicht fortgeführt werden könnte. Die Belegnummernautomatik würde dementsprechend eine mindestens fünfstellige Belegnummer, z.B. 200010101 (20 = Finanzkonto 1020, 001 = Kontoauszug Nr. 1, 01 = Blatt Nr. 1, 01 = Buchungsposition Nr. 1 auf diesem Blatt) erzeugen. Wenn nunmehr beim nächsten Buchungsvorgang die Belegnummer „0" manuell vergeben werden sollte, würde durch das Programm als nächstfolgende Belegnummer die Nr. 200010102 ermittelt und automatisch zugewiesen werden.

Passwortprüfung

Soweit in der Buchhaltung Passwörter vergeben worden sind, erfolgt in Abhängigkeit vom eingegebenen Wert eine wiederholte Prüfung, um unberechtigten Zugriff auszuschließen. Als Zeiteinheit sind Minuten zu verwenden.

Vortrag Auslagen- und Fremdgeldkonto

Soweit in der Kanzlei nur [ein] Auslagenkonto 1600 und [ein] Fremdgeldkonto 1700 verwendet wird, kann definiert werden, dass die Jahresendsalden im Rahmen des Jahresabschlusses automatisch durch das Programm vorgetragen werden.

Länge des Buchungstextes

Zur Optimierung der Journalanzeige kann die Zeilenlänge des Buchungstextes eingestellt werden. Die voreingestellte Länge beträgt 35 Zeichen. Der Ausdruck folgt der Anzeige.

Kontoauszüge buchen an mehreren Arbeitsplätzen

Der aktivierte Parameter Kontoauszüge buchen an mehreren Arbeitsplätzen ermöglicht Ihnen, Kontoauszüge verschiedener Finanzkonten durch mehrere Mitarbeiter zeitgleich zu verbuchen.

Standardmäßig ist dieser Parameter deaktiviert und sollte nur dann aktiviert werden, wenn in der Kanzlei tatsächlich mehrere Mitarbeiter die verschiedenen Geschäftskonten bearbeiten.

Stapelbuchung mit Nachbereitung

Der Parameter Stapelbuchung mit Nachforderungen erweitert die Funktion Kontoauszüge buchen dahingehend, dass die Buchung vorkontierter / vermerkter Buchungssätze nur dann möglich ist, wenn diese als geprüft gekennzeichnet wurden.

Insbesondere empfiehlt es sich für die Kanzleien, für die eine externe Buchhaltung alle Arbeiten übernimmt, diesen Parameter zu aktivieren.

Dem externen Buchhalter wird so ermöglicht, sämtliche Geschäftsvorfälle zu erfassen und ordnungsgemäß den bekannten Sach- oder Erlöskonten zuzuweisen. Die Verbuchung von Zahlungsein- oder -ausgängen auf Auslagen, Gebühren oder Fremdgeld (ggf. auch Umbuchungen auf andere Aktenkonten) kann dann durch den Sachbearbeiter selbst oder den jeweils zuständigen Sachbearbeiter erfolgen. Sie geschieht, indem in der Funktion Kontoauszüge buchen die vermerkten Buchungen per Doppelklick aktiviert werden und ggf. die Zuweisung der Aktenkonto-Automatik entsprechend korrigiert wird.

Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass lediglich vermerkte Buchungen sowohl im Aktenkonto als auch im Journal blau dargestellt werden, um diese von endgültig eingebuchten Buchungssätzen zu unterscheiden.

Aktenkonto

Journalbuchung mit Aktenbezeichnung

Ist dieser Parameter aktiviert, übergibt er bei aktenbezogenen Buchungsvorfällen in den Buchungstext zusätzlich zum gewählten Buchungstext die Aktenbezeichnung.

Löschen erlaubt

Ist dieser Parameter aktiviert, besteht im Aktenkonto die Möglichkeit, Buchungen zu löschen, indem Sie per Klick auf die rechte Maustaste im Kontextmenü Löschen auswählen. Diese Option wirkt sich jedoch nur auf das Aktenkonto, ggf. auch auf die OP-Liste, jedoch nicht auf das Journal oder Forderungskonto aus.

Aktenkonto nie integriert buchen

Ist dieser Parameter aktiviert, verhindert er, dass aus dem Aktenkonto versehentlich integriert in das Journal gebucht wird.

Diese Option ist dann sinnvoll, wenn mehrere Mitarbeiter zwar die Aktenkonten bebuchen, jedoch die ordnungsgemäße Finanzbuchhaltung nur durch einen einzelnen Mitarbeiter zu verantworten ist. Das gilt auch, wenn Passwörter in der Buchhaltung verwendet werden und diese von zumindest zwei Mitarbeitern bearbeitet wird.

Diktatzeichen als SB vorschlagen

Grundsätzlich ist es nicht empfehlenswert, diese Option zu aktivieren. Ist dieser Parameter aktiviert, werden sämtliche Umsätze mit entsprechenden Konsequenzen in der Sachbearbeiter- bzw. Sozietätsauswertung auf den buchenden Sachbearbeiter anstatt des Aktensachbearbeiters verbucht.

Fremdgeld immer 1700, Auslagen 1600

Dieser Parameter ist nur zu aktivieren, wenn in der Kanzlei nur [ein] Auslagenkonto 1600 und [ein] Fremdgeldkonto 1700 verwendet werden.

Soweit z.B. ein Fremdgeldkonto 1705, ein Auslagenkonto 1605 sowie ein Erlöskonto 8005 für das Referat Strafrecht eingerichtet worden sind, würden Auslagen oder Fremdgeld nicht auf die gewünschten Konten, sondern zwingend auf die Konten 1600 und 1700 gebucht.

Dieser Parameter wirkt sich in gleicher Weise in der doppelten Buchführung für die Konten 7100 und 7600 aus.

Register Journal

Journal mit Nettoausweis

Ist dieser Parameter aktiviert, erfolgt bei der Anzeige des Journals neben den Bruttowerten und dem Mehrwertsteuersatz auch eine Anzeige der Nettobeträge und der Mehrwertsteuerbeträge.

Journal nur für den aktuellen Buchungstag anzeigen

Die Aktivierung dieses Parameters ist empfehlenswert, wenn Sie in einem weit zurückliegenden Zeitraum in der Finanzbuchhaltung buchen wollen. Sie verhindert, dass Ihnen sämtliche Buchungen ab diesem Zeitraum angezeigt werden. Es wird insoweit auf die Hinweise zum ersten Buchungsdatum verwiesen.

Buchungen nach Eingabefolge anzeigen

Ist dieser Parameter aktiviert, werden im Journal sämtliche Buchungssätze in Reihenfolge ihrer Eingabe angezeigt, sodass insbesondere in Kanzleien, in denen mehrere Mitarbeiter buchen, konkrete Buchungsvorfälle transparenter nachverfolgt werden können.

Stapelbuchungen mit Zielsaldo

Ist dieser Parameter aktiviert, bietet er eine sinnvolle Kontrolle der vorkontierten Buchungssätze. Wird diese Option verwendet, ist in der Funktion Kontoauszüge buchen gewährleistet, dass der zuvor eingegebene Zielsaldo zwingend erreicht werden muss. Anderenfalls ist das Buchen der zuvor vorkontierten Buchungssätze nicht möglich.

Budgetkontrolle

Die Aktivierung dieses Parameters ist nur sinnvoll, wenn zuvor ein Budgetplan erstellt worden ist.

Ist die Budgetkontrolle aktiviert, werden Sie beim Buchen beim Erreichen (+/- 10% vom Budgetwert) oder Überschreiten des Budgets für das entsprechende Konto gewarnt.

Journal mit Summenzeilen

Wird diese Option verwendet, werden im Journal für die jeweils angesprochenen Sachkonten Summenzeilen unter einzelnen oder einer Gruppe von Buchungssätzen angezeigt.

Nur mit Gesamtsummenzeile

Soweit im Journal nur eine Gesamtsumme gebildet werden soll, ist dieser Parameter zu aktivieren.

Abschreibung Auslagen

Das Sachkonto für die Abschreibung uneinbringlicher Barauslagen ist als Vorschlagswert auf das im Kontenplan für die einfache Buchführung eingerichtete Konto 4995 vorkonfiguriert. Soweit ein anderes Verlustkonto verwendet wird, ist das entsprechende Konto zu definieren.

Umsatzsteuerzahlung im Monat der Ausgabe anzeigen

Dieser standardmäßig aktivierte Parameter wirkt sich nur in der Einnahmen- / Überschussrechnung aus und dient der differenzierten Auswertung des Betriebsergebnisses unter umsatz- oder einkommenssteuerlichen Aspekten.

Ist dieser Parameter aktiviert, wird eine Umsatzsteuerzahlung auf den Vormonat im Zeitraum der tatsächlichen Zahlung ausgewiesen.

Soweit dieser Parameter nicht aktiviert ist, wird die Umsatzsteuerzahlung für den jeweiligen Monat als Ausgabe im entsprechenden Monat fingiert. Das hat zur Folge , dass die betriebswirtschaftliche Auswertung nicht dem tatsächlichen Geldfluss entspricht, jedoch einkommenssteuerrechtlich betrachtet die zur Berechnung maßgeblichen Ergebnisse auswirft.

Dauerfristverlängerung

Der Parameter Dauerfristverlängerung ist nur dann zu aktivieren, wenn vom Finanzamt eine Dauerfristverlängerung genehmigt worden ist.

Dieser Parameter stellt sicher, dass die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung (Anm.: 1/11 des abzuführenden Umsatzsteuerbetrages des Vorjahres) für die Umsatzsteuer-Voranmeldung zum Jahresende ordnungsgemäß berücksichtigt wird. Die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung wird bei monatlicher Umsatzsteuer-Voranmeldung im Monat Dezember berücksichtigt.

Soweit die Kanzlei quartalsweise zur Umsatzsteuer veranlagt wird, würde die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung grundsätzlich Berücksichtigung finden. Eine Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung ist bei quartalsweiser Veranlagung nicht erforderlich.

Offene Posten (OP) / Mahnungen

Mahnungen - Mahntage

Die voreingestellten Werte für Mahnungen in eigener Sache können beliebig editiert werden. Es ist lediglich zu berücksichtigen, dass sich die Mahnläufe möglichst nicht mit der gesetzten Zahlungsfrist überschneiden.

Warnung bei Verjährung

Ist dieser Parameter aktiviert, wird empfohlen 104 Wochen gemäß § 196 BGB als Verjährungsfrist sowie 4 Wochen als Warnfrist einzutragen. Beim Start der Buchhaltung wird abgeprüft, ob offene Rechnungen vorhanden sind. Besteht die Gefahr der Verjährung, wird ggf. ausdrücklich auf fällige Mahnungen hingewiesen.

[Um diese Funktion sinnvoll nutzen zu können, ist die ordnungsgemäße Führung der OP-Liste zwingend erforderlich]!

Alle Mahnungen drucken

Ist dieser Parameter aktiviert, werden alle fälligen Mahnungen automatisch zum Drucken vorgemerkt. Anderenfalls sind die zu druckenden Mahnungen einzeln auszuwählen.

Erste Rechnungsnummer

Ist dieser Parameter aktiviert, bietet er insbesondere Bürogemeinschaften mit gemeinsamen Adress- und Aktendaten die Möglichkeit, über separate Buchhaltungspools getrennte fortlaufende Rechnungsnummernkreisläufe zu bedienen. Im jeweiligen Buchhaltungspool für den jeweiligen Pool werden z.B. die Rechnungsnummernkreisläufe dem Bereich 0, 10000 oder 20000 zugewiesen.

II. Zahlungsverkehr

Überweisungsträger

In RA WIN 2000 sind bereits etliche Überweisungsvorlagen integriert, sodass lediglich die in der Kanzlei verwendeten Vordrucke einzustellen sind.

Soweit andere Formulare verwendet werden, ist es auch möglich, diese in RA WIN 2000 zu integrieren. Übermitteln Sie uns hierzu bitte ein Originalformular mit weiteren Informationen.

Scheckformular

In RA WIN 2000 sind Scheckvordrucke von Quicken und Lexware integriert, Sie brauchen nur die von Ihnen zu verwendenden auszuwählen.

Soweit andere Formulare in der Kanzlei verwendet werden, ist es ggf. möglich diese in RA WIN 2000 zu integrieren. Übermitteln Sie uns hierzu bitte ein Originalformular mit weiteren Informationen.

Pfad für die DTAUS-Datei

Mit der RA WIN 2000-Buchhaltung haben Sie die Möglichkeit, Überweisungen von Dateien per DCV (Disketten Clearing Verfahren) an die Bank zu übermitteln.

Der Pfad für die DTAUS-Datei wird aus dem in den Arbeitsplatzparametern eingestellten Datenpfad ermittelt. Soweit ein Verzeichnis DCV nicht existiert, wird dieses erzeugt.

Es kann als Vorschlagswert der Auftraggeber für den Zahlungsverkehr erfasst werden. Soweit mit dem Modul Zahlungsverkehr insbesondere mit DCV gearbeitet wird, empfiehlt es sich jedoch, nur das überwiegend zu bebuchende Bankkonto in der Kanzleiadresse zu erfassen. Soweit zwei Bankkonten erfasst sind, wird bei jedem Zahlungsauftrag abgefragt, welches Konto verwendet werden soll.

Passwörter

In der Regel soll nur bestimmten Benutzern der Zugriff auf sämtliche Funktionen der Finanzbuchhaltung zur Verfügung stehen. Andere sollen gerade keinen Einblick in die Finanzbuchhaltung, insbesondere auf das Journal oder die Einnahmen- / Überschussrechnung, erhalten.

Hierzu sind dem jeweiligen Sachbearbeiter in der Benutzerverwaltung entsprechende Zugangsrechte zuzuweisen. Zusätzlich können Sie den Zugriff auf die Buchhaltung durch die Vergabe von Passwörtern für den allgemeinen Zugriff, das Journal sowie die Einnahmen- / Überschussrechnung verwalten und bestimmen.

Buchungstexte

Abbildung: Auswahlliste der von RA WIN 2000 angebotenen Buchungstexte

Die RA WIN 2000-Buchhaltung bietet Ihnen die Möglichkeit, häufig benutzte Buchungstexte an zentraler Stelle zu administrieren und für die Verwendung im Aktenkonto und im Journal zu konfigurieren.

Die Standard-Buchungstexte lassen sich über Menüpunkt Extras / Allgemeine Einstellungen / Buchungstexte bearbeiten editieren. Dafür wird der vorhandene Eintrag editiert oder hinzugefügt und der Parameter nur im Journal wahlweise entsprechend aktiviert.

Wesentliche Funktionen

III. Aktenkonto buchen

Die Funktion Aktenkonto buchen finden Sie im Buchhaltungsmodul unter Menüpunkt Aktenkonto. Mit dieser Funktion können sie die einzelnen Geschäftsvorfälle in den jeweiligen Akten buchen.

Öffnen Sie diese Funktion, indem sie über Menüpunkt Aktenkonto auf und Buchen klicken.

Das Funktionsfenster Aktenkonto buchen ist hauptsächlich in zwei Bereiche gegliedert. Im oberen Teil werden die einzelnen Buchungssätze der ausgewählten Akte angezeigt. Der untere Teil gliedert sich in unterschiedliche Registerkarten: Einnahme, Auslagen, Gebühren, Fremdgeld, Umbuchung, Kostenzinsen und Fremdhonorar.

Je nachdem, welche Registrierkarte Sie, abhängig von den konkret konfigurierten Einstellungen des Buchhaltungsmodul, ausgewählt haben, werden auf den Registerkarten unterschiedlichste Felder zur Information für die Eingabe angezeigt.

IV. Registerkarte Einnahme

Auf der Registerkarte Einnahmen werden typischerweise Zahlungseingänge verbucht. Zuerst ist die Eingabe der Aktennummer erforderlich. Sollte Ihnen diese nicht bekannt sein, können Sie selbstverständlich, wie im gesamten Programm, auch die Aktenbezeichnung eingeben. Anschließend drücken Sie die (Enter) Taste, um die zugehörige Aktennummer ermitteln zulassen.

Auf der rechten Seite sind zudem weitere Buttons angeordnet: - Umstellungszeile erneut einbuchen, ZV buchen, Konto abgleichen, Quittung und Ende.

I. Button € - -Umstellungszeile

Im Rahmen der €-Umstellung wurden die Aktenkonten von der Standardwährung DM auf € konvertiert, wobei automatisch ein Buchungssatz für die Umstellung eingefügt wurde. Sollte der Saldo des Aktenkontos auf Grund einer fehlerhaften Umstellungszeile einen falschen Saldo ausweisen, kann hiermit eine neue Umstellungszeile eingefügt werden.

II. Button ZV buchen

Der Button ZV buchen ermöglicht den Funktionsaufruf der Zwangsvollstreckungsfunktion Forderungskonto buchen. Diese Funktion ist deshalb hilfreich, weil insbesondere die Verteilungsautomatik im Aktenkonto einer anderen Mimik folgt als die Verteilung einer Zahlung im Forderungskonto gemäß der §§ 366, 367 BGB. bezüglich Kostenzinsen, Kosten, Hauptforderungszinsen, Hauptforderung. An dieser Stelle wird auf die Dokumentation der Zwangsvollstreckung verwiesen.

III. Button Quittung

Die Funktion Quittung erstellen ermöglicht Ihnen, bei Barzahlungen eine Quittung zu erstellen, sodass sich der Kauf von Quittungsblöcken erübrigt. Hier können Sie wieder auf vorhandene Adressen zugreifen oder aber neue Adressen einfügen. Insoweit ist diese Funktion selbsterklärend.

V. Registerkarte Auslagen, Gebühren, Fremdgeld

Auf diesen Registerkarten können entsprechende Sollstellungen eingebucht werden. Berücksichtigen Sie bitte, dass das Feld Betrag bereits negativ vorbelegt ist.

Die übrigen Felder entsprechen der Registerkarte Einnahme.

Da über die Registerkarte Gebühren (d. h., Anwalts- oder Notarkosten) im Aktenkonto, eingestellt werden können, sind an dieser Stelle keine integrierten Buchungen möglich, soweit die Finanzbuchhaltung für Ist-Versteuerung (Standard) und nicht für Soll-Versteuerung eingerichtet ist.

Auf der Registerkarte Auslagen kann über den Button Abschreibung zudem ein Betrag in das Aktenkonten eingebucht und zugleich abgeschrieben werden. Der Buchungstext wird zudem automatisch mit dem Zusatz Abschreibung Auslagen versehen.

Auf der Registerkarte Fremdgeld kann zudem die Hebegebühr eingebucht werden. Entweder wird der für die Berechnung der Hebegebühr zugrunde liegende Betrag in das Feld Betrag eingegeben, oder das Feld Betrag bleibt leer. Dann wird die Hebegebühr aus dem aktuellen Fremdgeldsaldo ermittelt.

Sonstige Kosten wie z.B. erstattungs- oder nicht erstattungsfähige Fotokopiekosten, Fahrtkosten, Tagegeld und Spesen sind nicht über das Aktenkonto zu buchen, sondern über die Funktion Vorhaltungen zu erfassen. Diese Positionen stellen typischerweise keinen tatsächlichen direkten Geldfluss dar, sind jedoch in dem Mandat angefallen und können ggf. abgerechnet werden. Die Abrechnung der erfassten Positionen erfolgt über das Gebührenprogramm. Daher wird diesbezüglich auf die Dokumentation des Gebührenprogramms verwiesen.

VI. Registerkarte Umbuchung

Auf der Registerkarte Umbuchung können sowohl Umbuchungen innerhalb einer Akte als auch aktenübergreifend zwischen Auslagen, Gebühren und Fremdgeld vorgenommen werden.

VII. Registerkarte Kostenzinsen

Mit dieser Funktion können Sie Kostenzinsen für ausstehende Zahlungen in die Aktenkonten einbuchen. Es sind das Buchungsdatum, das Fälligkeitsdatum, der Zinssatz sowie der zu verzinsende Betrag einzugeben.

VIII. Registerkarte Fremdhonorar

Über die Registerkarte Fremdhonorar können Sie Honorare in das Aktenkonto einbuchen, die Sie (z.B. für Korrespondenzanwälte) bezahlen. Hier sind korrekterweise diejenigen Kosten einzubuchen, die durch die Gebührenteilung den eigenen Honoraranteil reduzieren.

IX. Kontoauszüge buchen

Die Funktion Kontoauszüge buchen ermöglicht in einfacher Weise, jegliche auf einem Kontoauszug ausgewiesenen Buchungsvorgänge zu erfassen. Sowohl aktenbezogene als auch allgemeine Buchungsvorgänge können für die jeweiligen Finanzkonten vorkontiert und anschließend verbucht werden.

Die Funktion Kontoauszüge buchen gestattet das Stapelbuchen jeweils eines Finanzkontos. Soweit ein Kontoauszug gebucht wird, ist ein Wechsel in einen Stapel eines anderen Finanzkontos an dem konkreten Arbeitsplatz ausgeschlossen. Ggf. kann an einem anderen Arbeitsplatz ein anderes Finanzkonto gebucht werden, wenn die Funktion Kontoauszüge buchen an mehreren Arbeitsplätzen aktiviert ist (vgl. Einstellungen der Buchhaltung).

Diese Funktion bietet den Vorteil, Buchungen nach ihrer Erfassung noch einmal kontrollieren und bei Bedarf ändern oder löschen zu können, bevor sie endgültig verbucht werden. Sie können außerdem auch relativ taggenau Zahlungseingänge und/oder --ausgänge in den Akten dokumentieren. Vermerkte/vorkontierte Buchungen werden blau dargestellt, um sie farblich von endgültig gebuchten Buchungssätzen abzuheben.

Sie haben im Idealfall die Möglichkeit, [mit einem einzigen Arbeitsschritt vier verschiedene Buchungsvorgänge gleichzeitig] vorzunehmen:

Kontoauszüge buchen

Aktenkonto

Journal

OP-Liste

Forderungskonto

Berücksichtigen Sie insbesondere, dass mit dieser Funktion vielfältige Buchungsvarianten möglich sind. Ein Zahlungseingang kann in der Akte 1/2003 sowohl als Zahlungseingang im Journal als auch in das Aktenkonto und das Forderungskonto eingebucht werden. Soweit in dieser Akte eine Sollstellung in der OP-Liste eingetragen ist, kann auch diese ausgeglichen werden.

Beachten Sie auch bitte, dass die Aktenkontenautomatik im Verhältnis zur Verteilungsautomatik gemäß §§ 366, 367 BGB im Forderungskonto lediglich auf den Ausgleich von Auslagen, Gebühren und Fremdgeld (in dieser Reihenfolge) ausgerichtet ist. Die Verteilung gemäß §§ 366, 367 BGB hingegen gleicht Kostenzinsen, Kosten, Gebühren, Hauptforderungszinsen und Hauptforderungen (in dieser Reihenfolge) aus, wobei weitere Kriterien berücksichtigt werden. Die für den Schuldner unangenehmste Forderung ist zuerst auszugleichen.

Im Zweifelsfall wird empfohlen, Zahlungseingänge im Forderungskonto selbst zu buchen. Wenn es sich um komplizierte Forderungskonten handelt, in denen z.B. verschiedene Hauptforderungen, mehrere Schuldner, verschiedene Kostenfestsetzungen u. ä. vorhanden sind, ist diese Vorgehensweise am überschaubarsten.

Zusätzlich kann in den Einstellungen der Parameter Stapelbuchung mit Zielsaldo aktiviert werden. Bei Funktionsaufruf wird dann der zu erreichende Zielsaldo abgefragt, um Fehlbuchungen zu vermeiden. Wird der eingegebene Zielsaldo nicht „auf Heller und Pfennig" erreicht, ist das Buchen der vermerkten Buchungssätze nicht möglich.

Die Felder Anfang und Aktuell weisen den jeweils aktuellen Saldo des ausgewählten Finanzkontos aus. Soweit dieser nicht mit dem tatsächlichen Saldo übereinstimmen sollte, führen Sie bitte über Menüpunkt Fibu" / Konten die Funktion Kontensalden prüfen und ergänzen aus, um den Saldo des Finanzkontos zu aktualisieren.

X. Journal buchen

Über die Funktion Journal buchen lassen sich alle Vorgänge, die die reine Finanzbuchhaltung (also nur das Journal) betreffen, erfassen. Ein Zugriff auf Aktendaten ist hier nicht möglich. Die Funktion bietet über die Registerkarten Einnahme, Ausgabe und Umbuchung alle wesentlichen Funktionen. Sie lässt sich insbesondere auch für Stornobuchungen verwenden.

Die Schaltfläche Rechnung in der Karte Ausgabe ist nur bei eingeschalteter Bilanzierung vorhanden. Sie buchen damit erhaltene Rechnungen, die noch nicht bezahlt wurden (wichtig für die Sollversteuerung). Wenn diese Rechnungen später tatsächlich beglichen werden, nutzen Sie die Funktion FiBu / Buchen / Rechnungen verbuchen. Dabei haben Sie später die Möglichkeit, das korrekte Buchungsdatum und Finanzkonto einzugeben.

Wie wird's gemacht?

XI. Journal-Anzeige

Das Journal dient der Auswertung sämtlicher Geschäftsvorfälle in der Finanzbuchhaltung. Sie hat den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung zu entsprechen. Sie muß klar und jederzeit nachprüfbar sein und erfordert deshalb eine chronologische Ordnung. Im Journal, das auch Grundbuch, Tagebuch oder prima Nota genannt wird, sind alle Geschäftsvorfälle in zeitlicher Reihenfolge festzuhalten. Nur so kann jede einzelne Buchung während der Aufbewahrungsfrist schnell zurückverfolgt und mit den entsprechenden Belegen nachgewiesen werden.

Mit dieser Funktion erhalten Sie die Buchungen eines bestimmten Zeitraumes als Liste oder in Einzelkonten, auf dem Bildschirm oder im Druck.

Die Auswertung lässt sich mit den verfügbaren Auswahlkriterien variabel eingrenzen und an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Insbesondere können z.B. in den Feldern Sach- und / oder Finanzkonten die Kontenbereiche 1000-1099, 4000-4999, 8000-8020 u. a. ausgewertet werden. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, die ausgegebenen Buchungen nach verschiedenen Merkmalen zu sortieren.

Sollte es erforderlich sein, fehlerhafte Buchungssätze zu entfernen, sind diese zu stornieren und / oder neu einzubuchen oder umzubuchen. Unter Stornieren versteht man die Umkehrbuchung einer bereits erfolgten, aber unrichtigen Buchung.

Markieren Sie die betreffende Buchung im Journal mit der linken Maustaste. Anschließend klicken Sie mit der rechten Maustaste den Buchungssatz an und wählen in dem Kontextmenü die Funktion Stornieren. Beachten Sie, dass bereits endgültig gebuchte Vorgänge in der Finanzbuchhaltung nicht mehr geändert werden dürfen und die Stornierung dokumentiert wird.

XII. Journal anzeigen

Mit dieser Funktion erstellen Sie auch das Buchungsjournal, das die wesentliche Unterlage Ihrer Buchhaltung bildet.

Abbildung 32 - Journal anzeigen

Sie können alle Buchungen in lückenloser und fortlaufender Eingabereihenfolge ausdrucken. Wollen Sie neben den Bruttobeträgen auch die Netto- und Mehrwertsteuerbeträge angezeigt haben, stellen Sie dies in den Einstellungen der Buchhaltung ein (vgl. Einstellungen / Allgemeine Einstellungen / Registerkarte Journal, Parameter Journal mit Nettoausweis).

Wählen Sie in der Auswahlmaske, falls erforderlich, die gewünschten Parameter aus und klicken Sie danach auf den Button Anzeigen.

Wenn Sie das Journal drucken wollen, klicken Sie nach der Anzeige auf den Button Druck. Sollten Sie eine andere Funktion starten wollen, wählen Sie entsprechend andere Parameter und klicken Sie erneut auf den Button Anzeigen.

XIII. Journal anzeigen - Selektionskriterien

Betrag: Verwenden Sie diese Funktion, um nach einer bestimmten Buchung zu suchen. Achten Sie darauf, dass bei Splittbuchungen nicht der Gesamtbetrag im Journal vermerkt ist.

Text: Diese Funktion bezieht sich auf einen bestimmten Buchungstext, wie z. B. eine Aktennummer. Sollte der gesamte Buchungstext nicht bekannt sein, sollten * als Platzhalter verwendet werden (z.B. Vorschuss), um Buchungssätze mit Vorschusszahlungen im ausgewählten Zeitraum zu ermitteln.

Finanzkonto: Sie geben ein Finanzkonto oder einen Bereich ein. Es werden alle Buchungen ausgegeben, die dieses Finanzkonto oder diese Finanzkonten betreffen.

Notation

Bedeutung

Beispiel-Auswahl

1000

Nur dieses eine Konto

Konto 1000

>1002

Alle Konten größer als die angegebene Zahl

1003, 1004, 1005 …

1001-1005

Alle Konten innerhalb des angegebenen Bereichs

1001, 1002, 1003, 1004, 1005

Abbildung 18 - Umsatzsteuervoranmeldung

Sachkonto: Es werden nur Buchungen ausgegeben, die in dem von Ihnen gewählten Bereich sind. Geben Sie den Bereich wie unter Finanzkonto beschrieben ein.

Belegnummer: Sie dient zur Suche von Buchungen, nach einem bestimmten Kontoauszug oder einem anderen Beleg anhand der Belegnummer.

Sachbearbeiter: Diese Funktion gibt alle Buchungen durch einen bestimmten Sachbearbeiter aus.

Mehrwertsteuer: Hier geben Sie einen MwSt.-Satz ein, um Buchungen mit diesem Mehrwertsteuersatz anzeigen zu lassen. Die Eingabe erfolgt ohne %-Zeichen.

XIV. Einnahmen-/Überschussrechnung

Die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) ist, im Gegensatz zur Bilanz oder Einnahmen‑ / Überschussrechnung, die an steuerlichen Gesichtspunkten orientiert ist, stärker auf Ihr betriebswirtschaftliches Interesse ausgerichtet. Der Aufbau einer BWA kann von Ihnen jederzeit für Ihre speziellen Bedürfnisse angepasst werden.

Mit dieser Funktion führen Sie den Monats-, Quartals- und/oder Jahresabschluss durch oder stellen Sie Zahlen für eine statistische Erhebung zusammen. Alle Salden der Buchhaltung werden mit Monats- und Jahreswerten und mit prozentualer Aufschlüsselung angezeigt und gedruckt. Die Einnahmen-/Überschussrechnung kann maximal für ein Kalenderjahr ausgegeben werden und innerhalb des Kalenderjahres für beliebige Zeiträume

Diese betriebswirtschaftliche Auswertung, die sich an der DATEV-Auswertung orientiert, bietet Ihnen ein Kennzahlensystem, das Sie für Ihre innerbetrieblichen Planungen und Entscheidungen nutzen können.

Abbildung 33 - Einnahmen-/Überschussrechnung – Auswahlmöglichkeiten

Der Monatsabschluss kann beliebig oft durchgeführt werden. Haben Sie Nachträge gebucht, muss er mit Umsatzsteuerangaben wiederholt werden. Ggf. ist eine berichtigte Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben.

Umsatzsteuerzahlungen an das Finanzamt sind aus steuerlicher Sicht Aufwendungen. Ent-sprechend sind Umsatzsteuereinnahmen Erträge. Das Konto USt.-Zahlg. an FiA wird deshalb in der Kontenklasse 4 angelegt.

XV. Selektionskriterien

Aus statistischer Sicht haben Umsatzsteuerzahlungen mit den tatsächlichen Aufwendungen jedoch nichts zu tun. Sie sind ein durchlaufender Posten und verfälschen den Nettoüberschuss und die statistischen Werte der Einnahmen-/Überschussrechnung. Zur Berichtigung des Nettoüberschusses geben Sie in der Eingabemaske die Nummer des Sachkontos ein. Der Nettoüberschuss wird dann ohne Umsatzsteuer-Zahlungen ausgegeben.

Datumsbereich:

Geben Sie hier den Zeitraum ein, für den Sie die Einnahmen-/ Überschussrechnung erstellen wollen. Achten Sie darauf, dass der Bereich nur in einem Kalenderjahr liegt.

Geben Sie den 01.01. eines Jahres ein, so haben Sie die Möglichkeit, die Salden zu prüfen und aktualisieren zu lassen. Klicken Sie in diesem Fall auch den Parameter Mit Finanzkontoständen an.

mit Sozietätsauswertung:

Wollen Sie die Einnahmen und Ausgaben nach einzelnen Sozii ausgewiesen haben, klicken Sie die Auswertung nach Sachbearbeiter und die Sozietätsauswertung an. Voraussetzung für eine korrekte Sozietätsauswertung ist die Aufteilung der Einnahmen und Ausgaben auf die einzelnen Sozii.

mit Aktenstatistik:

Ihnen werden auch die Einnahmen und Ausgaben durchschnittlich per Akte angezeigt, und im Betriebsergebnis erfolgt eine Ausgabe der ausstehenden Auslagen und Gebühren.

Auswertung nach Kontengruppen:

Diese Funktion dient zur Ermittlung des Gewinns. Es wird dabei auch der Eigenverbrauch berücksichtigt. Geben Sie, falls erforderlich, die Daten für die Ermittlung des KFZ-Eigenverbrauches ein.

[Hinweis:]

Die Ermittlung erfolgt nach der Neuregelung ab 1996, wenn zuvor ein KFZ-Preis eingegeben wurde, sonst nach den Eigenverbrauchssätzen zu den Konten. Als Eigenverbrauch für Nutzung werden als erstes monatlich 1% des Bruttolistenpreises bei Erstzulassung angesetzt (§ 6 I 4 EStG). Weiterhin wird die 0,03%-Regelung einbezogen (§ 4 V 6 EStG in Verbindung mit § 9 I 4 EStG).

Beispiel:

Kosten für die Nutzung des KFZ 10000,00 € im Jahr:

Position

Berechnung

Ergebnis (€)

Bruttolistenpreis

-

55.000,00

Entfernung zur Arbeitsstelle

-

30,00 km

Gefahrene Jahreskilometer

-

20.000,00 km

Nach § 6 I 4 EStG

55.000,00 € × 1 % × 12 Monate

6.600,00

Nach § 4 V 6 EStG

55.000,00 € × 0,03 % × 30 km

495,00

Nach § 9 I 4 EStG

30 km × 0,35 € × 20 Tage

210,00

12 Monate × 37,50 €

12 × 37,50 €

450,00

Eigenverbrauch gesamt

-

7.500,00

Abbildung 19 - Buchungsjahr auswählen

Zur besseren Übersichtlichkeit, wird jeder Teil der Einnahmen-/Überschussrechnung extra dargestellt. Wenn Sie auf Drucken klicken, werden alle Teile, die Daten beinhalten, gedruckt.

Teil

Name / Bereich

Beschreibung

1

Überschussberechnung

Diese Aufstellung enthält alle Betriebseinnahmen der Kontenklasse 8 und Ausgaben der Kontenklasse 4. Aktenbezogene Auswertung möglich. Eigenverbrauch wird ausgewiesen.

2

Erlöskonten

Enthält alle Sachkonten der Klasse 8. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang.

3

Aufwandskonten

Enthält alle bebuchten Konten der Kontenklasse 4. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang.

4

Sonstige Sachkonten

Enthält alle Sachkonten außer den Kontoklassen 4 und 8. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang.

5

Umsatzsteuer-Voranmeldung

Beträge übernehmen Sie in Ihre Umsatzsteuer-Voranmeldung. Kontenklasse 81xx als Zinseinnahme berücksichtigt. Buchung auf „Umsatzsteuer ans Finanzamt“ wird gesondert ausgewiesen.

6

Finanzkontobewegungen

Übersicht über Finanzkontobewegungen. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang. Wesentliche Kontrolle der Finanzkonten.

7

Betriebsvermögen

Enthält alle Buchungen sowie Gebührenforderungen etc.

8

Einnahmen nach Sachbearbeiter

Enthält alle Einnahmen, sortiert nach Sachbearbeitern. Eventuelle Aufteilungen nach Sozien berücksichtigt.

9

Erweiterte Auswertung

Einnahmen-/Überschuss-Rechnung mit einkommensteuerrelevanten Daten. KFZ-Eigenverbrauchsdaten müssen zuvor eingegeben werden.

10-11

Bilanz

Enthält Eröffnungs- und Schlussbilanz. Gewinn ergibt sich aus Teil 9. Ungleichgewicht deutet auf falsche Kontengruppierung hin.

Teil

Name / Bereich

Beschreibung

1

Überschussberechnung

Diese Aufstellung enthält alle Betriebseinnahmen der Kontenklasse 8 und Ausgaben der Kontenklasse 4. Aktenbezogene Auswertung möglich. Eigenverbrauch wird ausgewiesen.

2

Erlöskonten

Enthält alle Sachkonten der Klasse 8. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang.

3

Aufwandskonten

Enthält alle bebuchten Konten der Kontenklasse 4. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang.

4

Sonstige Sachkonten

Enthält alle Sachkonten außer den Kontoklassen 4 und 8. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang.

5

Umsatzsteuer-Voranmeldung

Beträge übernehmen Sie in Ihre Umsatzsteuer-Voranmeldung. Kontenklasse 81xx als Zinseinnahme berücksichtigt. Buchung auf „Umsatzsteuer ans Finanzamt“ wird gesondert ausgewiesen.

6

Finanzkontobewegungen

Übersicht über Finanzkontobewegungen. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang. Wesentliche Kontrolle der Finanzkonten.

7

Betriebsvermögen

Enthält alle Buchungen sowie Gebührenforderungen etc.

8

Einnahmen nach Sachbearbeiter

Enthält alle Einnahmen, sortiert nach Sachbearbeitern. Eventuelle Aufteilungen nach Sozien berücksichtigt.

9

Erweiterte Auswertung

Einnahmen-/Überschuss-Rechnung mit einkommensteuerrelevanten Daten. KFZ-Eigenverbrauchsdaten müssen zuvor eingegeben werden.

10-11

Bilanz

Enthält Eröffnungs- und Schlussbilanz. Gewinn ergibt sich aus Teil 9. Ungleichgewicht deutet auf falsche Kontengruppierung hin.

Abbildung 20 - Aktenkonto anzeigen

XVI. Umsatzsteuer-Voranmeldung

Die Funktion Umsatzsteuer-Voranmeldung wertet Ihre Finanzbuchhaltung bzgl. vereinnahmter Umsatzsteuer und geleisteter Vorsteuer aus. Sie haben die Möglichkeit, das Umsatzsteuer-Formular auszudrucken, das Sie direkt beim Finanzamt als Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben können.

Beachten Sie, dass die UVA auch bei der Ausgabe auf dem Bildschirm mit Druckvorschau gedruckt werden kann.

Ein Formular zur Dauerfristverlängerung, mit dem Sie die Frist (bei monatlicher Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung) zur Abgabe der Umsatzsteuer-Vorauszahlung um einen Monat verlängern können, ist in der Buchhaltung nicht vorhanden, da hierfür ein formloser Antrag beim Finanzamt genügt.

Wenn Sie Ihre Umsatzsteuer-Voranmeldungen monatlich abgeben, können Sie eine Fristverlängerung für die Abgabe um einen Monat beantragen. Hierzu müssen Sie 1/11 des gesamten Vorauszahlungsbetrages des Vorjahres als Sonderzahlung im Voraus leisten (bis spätestens Februar eines jeden Jahres).

Menüs & Funktionen

Datei

Buchungsjahr auswählen

Mit dieser Funktion werden die Jahresanfangsbestände der Finanz-, Anlagen, Auslagen- und Fremdgeldkonten der Saldenberechnung für das ausgewählte Jahr zugrunde gelegt.

Diese Funktion ist insbesondere kurz nach dem Jahreswechsel ungemein hilfreich, wenn noch auf das alte Jahr gebucht werden soll.

Buchhaltung wechseln

Die Funktion Buchhaltung wechseln ermöglicht Ihnen ein Umschalten zwischen verschiedenen Finanzbuchhaltungen wie z.B. in einer Bürogemeinschaft mit einem gemeinsamen Aktenbestand. Die Einrichtung von verschiedenen Datenpools erfolgt über das Poolprogramm.

Aktenkonten

Aktenkonten anzeigen, drucken, löschen

Die Funktion Aktenkonto anzeigen ermöglicht einen schnellen Überblick über verschiedene Aktenkonten. Das geschieht entweder über Eingabe der konkreten Akte, bzw des Aktennamens, oder durch Blättern über die Schaltflächen durch die Aktenkonten.

Über den Button Vorhaltungen können Sie in die Funktion Vorhaltungen, bzw. Gebührenvorhaltungen, wechseln.

Über den Button Beteiligte können Sie das Aktenkonto dahingehend in der Ansicht eingrenzen, dass nur die Buchungssätze zu dem Beteiligten angezeigt werden, den Sie bei der Abfrage des Beteiligten ausgewählt haben. Das erleichtert insbesondere bei umfangreichen Aktenkonten mit vielen Beteiligten die Nachverfolgung von Zahlungsein- und -ausgängen.

Über den Button Löschen kann das aktuell angezeigte Aktenkonto gelöscht werden. Beachten Sie dabei, dass hierfür entsprechende Berechtigungen erforderlich sind. Das Aktenkonto wird nicht sofort gelöscht, sondern erst nach einer Sicherheitsabfrage, ob das Aktenkonto tatsächlich gelöscht werden soll, zum Drucken angeboten. Erst nach dem Ausdruck wird das aktuelle Aktenkonto endgültig gelöscht.

Über den Button Suchen können Sie umfangreiche Aktenkonten bequem nach den gewünschten Informationen durchsuchen, indem sie den gewünschten Suchbegriff oder Betrag eingegeben. Berücksichtigen Sie, dass gesuchte Textpassagen ggf. mit Platzhaltern * vor oder hinter dem Suchbegriff versehen werden müssen.

Über den Button Clipboard (Zwischenablage) können Sie das aktuelle Aktenkonto über die Zwischenablage speichern, z.B. um es in ein aktuelles Dokument einzufügen. In dem Dokument benutzen sie die Funktion Einfügen oder aber die Tastenkombination (Strg) +V.

Über den Button Drucken lässt sich das aktuelle Aktenkonto ausdrucken, wobei hier kein direkter Druck erfolgt, sondern über die Druckvorschau weitere Druckoptionen ausgewählt werden können (Drucker, Druckerschacht, Hochformat, Querformat, mit oder ohne Überschrift etc.).

Aktenkonto buchen

Die Funktion Aktenkonto buchen finden Sie im Buchhaltungsmodul unter Menüpunkt Aktenkonto. Mit dieser Funktion können sie die einzelnen Geschäftsvorfälle in den jeweiligen Akten buchen.

Öffnen Sie diese Funktion, indem sie über Menüpunkt Aktenkonto auf und Buchen klicken.

Das Funktionsfenster Aktenkonto buchen ist hauptsächlich in zwei Bereiche gegliedert. Im oberen Teil werden die einzelnen Buchungssätze der ausgewählten Akte angezeigt. Der untere Teil gliedert sich in unterschiedliche Registerkarten: Einnahme, Auslagen, Gebühren, Fremdgeld, Umbuchung, Kostenzinsen und Fremdhonorar.

Je nachdem, welche Registrierkarte Sie, abhängig von den konkret konfigurierten Einstellungen des Buchhaltungsmodul, ausgewählt haben, werden auf den Registerkarten unterschiedlichste Felder zur Information für die Eingabe angezeigt.

Registerkarte Einnahme

Auf der Registerkarte Einnahmen werden typischerweise Zahlungseingänge verbucht. Zuerst ist die Eingabe der Aktennummer erforderlich. Sollte Ihnen diese nicht bekannt sein, können Sie selbstverständlich, wie im gesamten Programm, auch die Aktenbezeichnung eingeben. Anschließend drücken Sie die (Enter) Taste, um die zugehörige Aktennummer ermitteln zulassen.

Auf der rechten Seite sind zudem weitere Buttons angeordnet: -Umstellungszeile erneut einbuchen, ZV buchen, Konto abgleichen, Quittung und Ende

Button € - Umstellungszeile

Im Rahmen der €-Umstellung wurden die Aktenkonten von der Standardwährung DM auf € konvertiert, wobei automatisch ein Buchungssatz für die Umstellung eingefügt wurde. Sollte der Saldo des Aktenkontos auf Grund einer fehlerhaften Umstellungszeile einen falschen Saldo ausweisen, kann hiermit eine neue Umstellungszeile eingefügt werden.

Button ZV buchen

Der Button ZV buchen ermöglicht den Funktionsaufruf der Zwangsvollstreckungsfunktion Forderungskonto buchen. Diese Funktion ist deshalb hilfreich, weil insbesondere die Verteilungsautomatik im Aktenkonto einer anderen Mimik folgt als die Verteilung einer Zahlung im Forderungskonto gemäß der §§ 366, 367 BGB. bezüglich Kostenzinsen, Kosten, Hauptforderungszinsen, Hauptforderung. An dieser Stelle wird auf die Dokumentation der Zwangsvollstreckung verwiesen.

Button Quittung

Die Funktion Quittung erstellen ermöglicht Ihnen, bei Barzahlungen eine Quittung zu erstellen, sodass sich der Kauf von Quittungsblöcken erübrigt. Hier können Sie wieder auf vorhandene Adressen zugreifen oder aber neue Adressen einfügen. Insoweit ist diese Funktion selbsterklärend.

Registerkarte Auslagen, Gebühren, Fremdgeld

Auf diesen Registerkarten können entsprechende Sollstellungen eingebucht werden. Berücksichtigen Sie bitte, dass das Feld Betrag bereits negativ vorbelegt ist.

Die übrigen Felder entsprechen der Registerkarte Einnahme.

Da über die Registerkarte Gebühren (d. h., Anwalts- oder Notarkosten) im Aktenkonto, eingestellt werden können, sind an dieser Stelle keine integrierten Buchungen möglich, soweit die Finanzbuchhaltung für Ist-Versteuerung (Standard) und nicht für Soll-Versteuerung eingerichtet ist.

Auf der Registerkarte Auslagen kann über den Button Abschreibung zudem ein Betrag in das Aktenkonten eingebucht und zugleich abgeschrieben werden. Der Buchungstext wird zudem automatisch mit dem Zusatz Abschreibung Auslagen versehen.

Auf der Registerkarte Fremdgeld kann zudem die Hebegebühr eingebucht werden. Entweder wird der für die Berechnung der Hebegebühr zugrunde liegende Betrag in das Feld Betrag eingegeben, oder das Feld Betrag bleibt leer. Dann wird die Hebegebühr aus dem aktuellen Fremdgeldsaldo ermittelt.

Sonstige Kosten wie z.B. erstattungs- oder nicht erstattungsfähige Fotokopiekosten, Fahrtkosten, Tagegeld und Spesen sind nicht über das Aktenkonto zu buchen, sondern über die Funktion Vorhaltungen zu erfassen. Diese Positionen stellen typischerweise keinen tatsächlichen direkten Geldfluss dar, sind jedoch in dem Mandat angefallen und können ggf. abgerechnet werden. Die Abrechnung der erfassten Positionen erfolgt über das Gebührenprogramm. Daher wird diesbezüglich auf die Dokumentation des Gebührenprogramms verwiesen.

Registerkarte Umbuchung

Auf der Registerkarte Umbuchung können sowohl Umbuchungen innerhalb einer Akte als auch aktenübergreifend zwischen Auslagen, Gebühren und Fremdgeld vorgenommen werden.

Registerkarte Kostenzinsen

Mit dieser Funktion können Sie Kostenzinsen für ausstehende Zahlungen in die Aktenkonten einbuchen. Es sind das Buchungsdatum, das Fälligkeitsdatum, der Zinssatz sowie der zu verzinsende Betrag einzugeben.

Registerkarte Fremdhonorar

Über die Registerkarte Fremdhonorar können Sie Honorare in das Aktenkonto einbuchen, die Sie (z.B. für Korrespondenzanwälte) bezahlen. Hier sind korrekterweise diejenigen Kosten einzubuchen, die durch die Gebührenteilung den eigenen Honoraranteil reduzieren.

Besonderheiten

Uneinbringliche Barauslagen

Soweit in einer Angelegenheit Auslagen angefallen sind, diese integriert sowohl in das Aktenkonto als auch in der Journal eingebucht worden sind und nunmehr nicht mehr ausgeglichen werden können (sog. „uneinbringliche Barauslagen"), können diese abgeschrieben, d. h. als Verlust ins Betriebsergebnis eingestellt werden.

Kontoabgleich

Die Funktion Kontoabgleich ermöglicht einen vereinfachten Ausgleich zwischen Sollstellungen und Auslagen in dem Aktenkonto.

Beispiel:

Ist z.B. ein Fremdgeldguthaben in Höhe von 1000 € vorhanden und es bestehen gleichzeitig Sollstellungen auf Auslagen und Gebühren von z.B. insgesamt 200 €, gleicht die Funktion Kontoabgleich die Sollstellung aus und verringert das Fremdgeldguthaben um 200 €.

Die Umbuchung erfolgt innerhalb einer Buchungszeile.

Soweit die Funktion Integriert Buchen aktiviert ist, erfolgt eine Abfrage, ob diese Umbuchung im Journal auch integriert vorgenommen werden soll. Typischerweise dürfte diese Frage mit Ja beantwortet werden.

Stornierungen

Selbstverständlich können fehlerhaft eingebuchte Geschäftsvorfälle auch storniert werden, indem der zu stornierende Buchungssatz zuerst mit der linken Maustaste markiert wird. Anschließend klicken Sie den Buchungssatz mit der rechten Maustaste an und wählen in dem Kontextmenü die Funktion Stornieren aus.

Eine Stornierung in der RA WIN 2000 Buchhaltung wird ebenso dargestellt wie Sie eine stornierte Buchung in einem Kontobuch sehen wurden. Die stornierte Buchung wird in der Buchungsliste lediglich durchgestrichen. Durch diese einfache Art der Darstellung stornierter Buchungen bleibt das Aktenkonto auch bei vielen Buchungssätzen transparent und übersichtlich. Weiterer nicht unerheblicher Vorteil ist, dass hierdurch stornierte Buchungssätze wiederum storniert werden können und somit der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden kann.

Berücksichtigen Sie, dass bei Stornierungen von Sollstellungen, die zugleich in die OP-Liste gebucht wurden, diese auch in der OP-Liste storniert werden können. Es erfolgt automatisch eine Abfrage, ob die Sollstellung auch in der OP-Liste storniert werden soll.

Eine Stornierung von Buchungssätzen, die integriert im Journal gebucht wurden, erfolgt nur im Aktenkonto, jedoch nicht im Journal. Die Stornierung ist ggf. im Journal zusätzlich vorzunehmen.

Buchungen löschen

Im Aktenkonto ist es möglich, Buchungen zu löschen, wenn in den allgemeinen Einstellungen der Buchhaltung auf der Registerkarte Aktenkonto der Parameter Löschen erlaubt aktiviert ist.

Vorsorglich wird hier darauf hingewiesen, dass diese das Funktion lediglich im Bereich des Aktenkontos möglich ist, nicht jedoch im Journal, weil nach den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Buchführung lediglich storniert, jedoch keinesfalls gelöscht werden darf. Grundsätzlich wird gerade im Hinblick auf die einfache und transparente RA WIN 2000-Funktion Stornieren empfohlen, auch im Aktenkonto die Funktion Löschen zu deaktivieren.

Aktenkonten - Sammelausdruck - Zwischenabrechnung

Aktenkonten können über den Menüpunkt Aktenkonten - Auswertung massenhaft ausgewertet und abgerechnet werden.

Mit dem Sammelausdruck lassen sich Zwischenabrechnungen der Aktenkonten mit den aktuellen Kontensalden erstellen.

Die Zwischenabrechnungen beziehen sich auf Gebührenforderungen und Fremdgeldverbindlichkeiten.

Berücksichtigen Sie, dass nachfolgende Zwischenabrechnungen vorangegangene Zwischenabrechnungen unberücksichtigt lassen.

Mandatssaldenliste

Die Mandatssaldenliste wird in der Buchhaltung über den Menüpunkt Aktenkonto - Auswertung aufgerufen. Diese Funktion ermöglicht einen Überblick über die Salden aller Aktenkonten, wobei sich die Mandatssaldenliste nach unterschiedlichen Kriterien auswählen lässt. Somit besteht die Möglichkeit, z.B. sämtliche Akten oder nur die Akten für einen bestimmten Zeitraum, eines bestimmten Sachbearbeiters, eines bestimmten Mandanten oder z.B. ab einem bestimmten Zeitpunkt auswerten zu können.

Berücksichtigen Sie bitte, dass hier lediglich die Aktenkonten ausgewertet werden, sodass die Salden der Mandatssaldenliste nicht zwingend mit dem Salden der Sachkonten der Finanzbuchhaltung übereinstimmen müssen.

Komplette Mandatssaldenliste

Die komplette Mandatssaldenliste erstellen Sie, indem sie die Option Liste aller Konten auswählen, die automatisch bei Funktion Aufruf aktiviert ist,. Die Liste wird erzeugt, indem sie den Button OK drücken.

Selektierte Mandatssaldenliste

Die Man datssaldenliste lässt sich selbstverständlich nach unterschiedlichen Kriterien eingrenzen. Dafür bestehen verschiedene Möglichkeiten, wie auf der Abbildung Mandatssaldenliste zu sehen ist.

Auswahlkriterien

Sie können die Mandate sowohl über

Filterkriterium

Beschreibung

Beispiel

Aktennummern-Bereich

jahrgangsweise oder individuell wählbar

z. B. 2024/001–2024/050

Zeitraum

definiert den zeitlichen Rahmen der Auswertung

z. B. 01.01.–31.12.2024

Referat

Auswahl eines bestimmten Fachbereichs

z. B. Referat II/3

Sachbearbeiter

zeigt Daten nach verantwortlicher Person

z. B. Müller, Anna

Beteiligtenstellung

Auswertung nach Art der Beteiligung

z. B. Kläger / Beklagter

Konkrete Personen

gezielte Auswahl einzelner Personen

z. B. Max Mustermann

Laufende/abgelegte Akten

grenzt aktuelle oder archivierte Akten ein

z. B. nur laufende Akten

eingegrenzt und/oder kombiniert auswerten. Diese Möglichkeiten können noch stärker mittels weiterer Optionen eingegrenzt werden.

Optionen

Im Einzelnen sind dies folgende Optionen:

Liste / Auswertung

Beschreibung

Gebührenforderungsliste

Es werden nur diejenigen Akten ausgegeben, in denen Gebührenforderungen bestehen.

Auslagenliste

Es werden nur diejenigen Akten ausgegeben, in denen Auslagensollstellungen bestehen.

Akten ohne Gebührenumsatz

Es werden nur diejenigen Akten aufgelistet, in denen bislang kein Gebührenumsatz gebucht wurde.

Fremdgeldliste

Es werden nur diejenigen Akten aufgelistet, in denen ein Fremdgeldguthaben vorhanden ist.

Fremdgeldüberzahlung

Es werden nur diejenigen Akten aufgelistet, in denen eine Fremdgeldüberzahlung (negativer Fremdgeldsaldo) vorliegt.

Liste aller Konten

Es werden alle Akten entsprechend der Sektionskriterien aufgelistet.

Nur Statistik

Zusätzlich zu den Saldenlisten kann eine Statistik erstellt werden.

Nur Gebühreneingänge

Es werden nur diejenigen Akten aufgelistet, in denen Zahlungseingänge auf Gebühren gebucht worden sind.

Liste / Auswertung

Beschreibung

Gebührenforderungsliste

Es werden nur diejenigen Akten ausgegeben, in denen Gebührenforderungen bestehen.

Auslagenliste

Es werden nur diejenigen Akten ausgegeben, in denen Auslagensollstellungen bestehen.

Akten ohne Gebührenumsatz

Es werden nur diejenigen Akten aufgelistet, in denen bislang kein Gebührenumsatz gebucht wurde.

Fremdgeldliste

Es werden nur diejenigen Akten aufgelistet, in denen ein Fremdgeldguthaben vorhanden ist.

Fremdgeldüberzahlung

Es werden nur diejenigen Akten aufgelistet, in denen eine Fremdgeldüberzahlung (negativer Fremdgeldsaldo) vorliegt.

Liste aller Konten

Es werden alle Akten entsprechend der Sektionskriterien aufgelistet.

Nur Statistik

Zusätzlich zu den Saldenlisten kann eine Statistik erstellt werden.

Nur Gebühreneingänge

Es werden nur diejenigen Akten aufgelistet, in denen Zahlungseingänge auf Gebühren gebucht worden sind.

Abbildung 21 - Aktenkonto buchen - Registerkarte Einnahme

Parameter

Die weiteren angegebenen Parameter dienen der Ergänzung.

Parameter

Beschreibung

Mit Honorarumsatz

Der Honorarumsatz wird zusätzlich zur Auswertung ausgewiesen. Er wird ausschließlich über integrierte Gebührenbuchungen ermittelt.

Abrechnung gegenüber Mandanten

Erfolgt die Mandatssaldenauswertung über den selektierten Aktenbestand lediglich kanzleiintern, so ist der Gesamtsaldo des selektierten Aktenbereiches um etwaige Auslagen- und/oder Fremdgeldguthaben zu bereinigen. So können Sie den aktuellen Forderungsbestand im Verhältnis zwischen Auslagen und Gebühren gegenüber den Fremdgeldverbindlichkeiten ermitteln und der Kanzlei einen korrekten Überblick über die derzeitige wirtschaftliche Situation ermöglichen.

Salden aktualisieren

Dieser Parameter ist zu aktivieren, wenn alle Salden nochmals aktualisiert werden sollen.

Parameter

Beschreibung

Mit Honorarumsatz

Der Honorarumsatz wird zusätzlich zur Auswertung ausgewiesen. Er wird ausschließlich über integrierte Gebührenbuchungen ermittelt.

Abrechnung gegenüber Mandanten

Erfolgt die Mandatssaldenauswertung über den selektierten Aktenbestand lediglich kanzleiintern, so ist der Gesamtsaldo des selektierten Aktenbereiches um etwaige Auslagen- und/oder Fremdgeldguthaben zu bereinigen. So können Sie den aktuellen Forderungsbestand im Verhältnis zwischen Auslagen und Gebühren gegenüber den Fremdgeldverbindlichkeiten ermitteln und der Kanzlei einen korrekten Überblick über die derzeitige wirtschaftliche Situation ermöglichen.

Salden aktualisieren

Dieser Parameter ist zu aktivieren, wenn alle Salden nochmals aktualisiert werden sollen.

Abbildung 22 - Aktenkonto buchen - Registerkarte Auslagen

Statistik

Akten ohne Bewegungen

Die Funktion Akten ohne Bewegungen dient der Vermeidung von „Aktenleichen". Abhängig von den jeweils gewählten Parametern werden Termine, Aktenkonten und erfasste Gebührenvorhaltungen bei der Suche nach unbearbeiteten Akten berücksichtigt.

Anhand folgender Parameter kann die Suche konfiguriert werden.

Auswertung / Kontrolle

Beschreibung

Termine

Kontrolle über die Terminverwaltung; berücksichtigt werden alle Terminarten (allgemeine und Gerichtstermine, Wiedervorlagen, Fristen). Zukünftige Termine werden ermittelt und ausgegeben; zurückliegende Termine bleiben unberücksichtigt.

Aktenkonten

Kontrolle der Aktenkonten auf Salden ungleich null. Der aktuelle Saldo wird jeweils ausgewiesen.

Vorhaltungen

Kontrolle auf erfasste, bislang noch nicht abgerechnete Vorhaltungen. Der aktuelle Saldo wird jeweils ausgewiesen.

Anzeige aller Akten, die bearbeitet werden

Der deaktivierte Parameter listet die „Aktenleichen“ auf. Ist der Parameter aktiviert, werden diejenigen Akten aufgelistet, an denen gearbeitet wird.

Sachbearbeiter

Auswertung für den Aktenbestand aller Sachbearbeiter oder eines konkreten Sachbearbeiters, bezogen auf alle Akten / laufende Akten / abgelegte Akten.

Auswertung / Kontrolle

Beschreibung

Termine

Kontrolle über die Terminverwaltung; berücksichtigt werden alle Terminarten (allgemeine und Gerichtstermine, Wiedervorlagen, Fristen). Zukünftige Termine werden ermittelt und ausgegeben; zurückliegende Termine bleiben unberücksichtigt.

Aktenkonten

Kontrolle der Aktenkonten auf Salden ungleich null. Der aktuelle Saldo wird jeweils ausgewiesen.

Vorhaltungen

Kontrolle auf erfasste, bislang noch nicht abgerechnete Vorhaltungen. Der aktuelle Saldo wird jeweils ausgewiesen.

Anzeige aller Akten, die bearbeitet werden

Der deaktivierte Parameter listet die „Aktenleichen“ auf. Ist der Parameter aktiviert, werden diejenigen Akten aufgelistet, an denen gearbeitet wird.

Sachbearbeiter

Auswertung für den Aktenbestand aller Sachbearbeiter oder eines konkreten Sachbearbeiters, bezogen auf alle Akten / laufende Akten / abgelegte Akten.

Abbildung 23 - Aktenkonto buchen - Registerkarte Umbuchung

Rechnungen nach Sachbearbeiter

Die statistische Funktion Rechnungen nach Sachbearbeiter ermöglicht einen Überblick über erwirtschaftete Umsätze der Aktensachbearbeiter für einen definierten Zeitraum. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die Auswertung auf die gebuchten Umsätze der Aktenkonten bezieht.

Sozietätsanteile für Akten

Die Funktion Sozietätsanteile für Akten ermöglicht die Aufteilung von Umsätzen innerhalb einer Akte zwischen verschiedenen Sachbearbeitern, um z.B. anteiliges Arbeitsaufkommen zwischen beteiligten Sachbearbeitern in der Honorarumsatzliste entsprechend zu berücksichtigen.

Die jeweiligen Aufteilungsschlüssel, z.B. 50/50 oder 70/30, können den konkreten Sachbearbeitern zugewiesen werden.

Alle Buchungen auf Konten oder Akten ohne Aufteilung werden dem Sachbearbeiter, der bei der Buchung festgelegt wurde, zugerechnet.

Geben Sie die gewünschte Aktennummer und die Sachbearbeiter mit dem entsprechenden prozentualen Anteil ein.

Der Parameter Alle Einträge anzeigen listet alle Akten auf, in denen eine Aufteilung vorgenommen wurde.

[Hinweis:]

Aufteilungsschlüssel können sowohl für Akten als auch für Aufwandskonten (Konten 4000 -- 4999) vergeben werden. Die Sozietätsanteile für Konten sind über den Menüpunkt FiBu -\> Konten mit der Funktion Sozietätsanteile für Konten festzulegen. Geben Sie die Kontonummer, den Sachbearbeiter und den entsprechenden Prozentsatz ein.

[Beispiel:]

In einer Bürogemeinschaft zweier Anwälte wird der Mietzins für die Büroräume jeweils hälftig verteilt. Dementsprechend sind für das Konto 4210 jeweils 50% auf die Anwälte zuzuweisen. Diese Eingaben werden in der Einnahmen-/Überschussrechnung im Teil 8 berücksichtigt und in der Sozietätsabrechnung explizit ausgewiesen.

Beachten Sie, dass Sachbearbeiter, die in der Sozietätsabrechnung berücksichtigt werden sollen, weder gelöscht noch deren Sachbearbeiterkürzel verändert werden dürfen.

Anderkontoliste

Die Anderkontoliste ermöglicht die Auswertung und Abrechnung vorhandener Anderkonten. Die Abrechnung gegenüber der Mandantschaft kann direkt aus der Funktion heraus erfolgen, indem der aktuelle Briefkopf und der gewünschte Abrechnungstext ausgewählt werden.

Finanzbuchhaltung

Allgemeines zur Buchhaltung

Begriffserläuterungen

Kontenart / Bereich

Beschreibung

Aktenkonto

Dokumentiert die Forderungen im Verhältnis zwischen Kanzlei und Mandantschaft. Es wird dreigeteilt betrachtet: Auslagen, Gebühren, Fremdgeld. Im Aktenkonto werden alle aktenrelevanten Buchungsvorgänge erfasst, auch solche ohne tatsächlichen Geldfluss (z. B. Sollstellungen).

Forderungskonto

Dokumentiert Forderungen im Verhältnis Mandant ↔ Gegner, also meist Gläubiger ↔ Schuldner.

OP-Liste (Offene Posten)

Dient der Liquiditätssicherung der Kanzlei. Enthält alle offenen Rechnungen (Schlussrechnungen und Vorschüsse) und unterstützt das automatisierte Mahnwesen. In der Bilanzbuchhaltung zwingend erforderlich.

Finanzbuchhaltung (FiBu)

Dokumentiert alle Geldflüsse der Kanzlei. Grundlage für Gewinn- oder Verlustermittlung. Es gelten die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB), abhängig von einfacher, doppelter oder Bilanzbuchhaltung und von Ist-/Sollversteuerung.

Integrierte Buchungen

Ein Buchungsvorgang wird gleichzeitig in Aktenkonto, Journal, OP-Liste und Forderungskonto eingetragen. Dabei sind Unterschiede zwischen Akten- und Forderungskonto zu beachten. Beispiel: In einer Zwangsvollstreckung mit zwei Schuldnern wird eine Zahlung nur auf den Anteil des zahlenden Schuldners im Forderungskonto verbucht, während sie im Aktenkonto vollständig auf die Gebührensollstellung verteilt wird.

Bestandskonten

Dokumentieren das Betriebsvermögen (Vermögenswerte und Verbindlichkeiten). Dazu gehören Anlagekonten, Darlehenskonten, Finanz-, Auslagen- und Fremdgeldkonten. Buchungen zwischen Bestandskonten verändern das Betriebsvermögen nicht, Buchungen zwischen Bestands- und Aufwandskonten hingegen schon (z. B. Abschreibungen). Gebührenforderungen zählen ebenfalls zum Betriebsvermögen.

Aufwandskonten

Erfassen sämtliche Ausgaben der Kanzlei.

Erlöskonten

Auf diesen Konten werden sämtliche Gebühreneinnahmen verbucht.

Vorsteuer- und Umsatzsteuerkonten

In der doppelten Buchführung werden Umsatzsteueranteile separat auf Vorsteuer- bzw. Umsatzsteuerkonten gebucht. Beispiel: 116 € (16 % USt) → 100 € auf Sachkonto (netto) + 16 € auf Vorsteuerkonto.

Neutrale Konten

Dienen der Erfassung privater Buchungen.

Abgrenzungskonten

Dienen aktiver oder passiver Rechnungsabgrenzung über verschiedene Zeiträume. Meist nur im Rahmen der Bilanzierung verwendet.

Vortragskonten

Erfassen Jahresendbestände, die als Anfangsbestände ins neue Jahr übernommen werden. Dienen der Bilanzeröffnung oder dem Saldenübertrag beim Jahresabschluss. Konten der Gewinn- und Verlustrechnung werden nicht übertragen; Steuer- und Privatkonten hingegen ggf. ausgenommen.

Kontenart / Bereich

Beschreibung

Aktenkonto

Dokumentiert die Forderungen im Verhältnis zwischen Kanzlei und Mandantschaft. Es wird dreigeteilt betrachtet: Auslagen, Gebühren, Fremdgeld. Im Aktenkonto werden alle aktenrelevanten Buchungsvorgänge erfasst, auch solche ohne tatsächlichen Geldfluss (z. B. Sollstellungen).

Forderungskonto

Dokumentiert Forderungen im Verhältnis Mandant ↔ Gegner, also meist Gläubiger ↔ Schuldner.

OP-Liste (Offene Posten)

Dient der Liquiditätssicherung der Kanzlei. Enthält alle offenen Rechnungen (Schlussrechnungen und Vorschüsse) und unterstützt das automatisierte Mahnwesen. In der Bilanzbuchhaltung zwingend erforderlich.

Finanzbuchhaltung (FiBu)

Dokumentiert alle Geldflüsse der Kanzlei. Grundlage für Gewinn- oder Verlustermittlung. Es gelten die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB), abhängig von einfacher, doppelter oder Bilanzbuchhaltung und von Ist-/Sollversteuerung.

Integrierte Buchungen

Ein Buchungsvorgang wird gleichzeitig in Aktenkonto, Journal, OP-Liste und Forderungskonto eingetragen. Dabei sind Unterschiede zwischen Akten- und Forderungskonto zu beachten. Beispiel: In einer Zwangsvollstreckung mit zwei Schuldnern wird eine Zahlung nur auf den Anteil des zahlenden Schuldners im Forderungskonto verbucht, während sie im Aktenkonto vollständig auf die Gebührensollstellung verteilt wird.

Bestandskonten

Dokumentieren das Betriebsvermögen (Vermögenswerte und Verbindlichkeiten). Dazu gehören Anlagekonten, Darlehenskonten, Finanz-, Auslagen- und Fremdgeldkonten. Buchungen zwischen Bestandskonten verändern das Betriebsvermögen nicht, Buchungen zwischen Bestands- und Aufwandskonten hingegen schon (z. B. Abschreibungen). Gebührenforderungen zählen ebenfalls zum Betriebsvermögen.

Aufwandskonten

Erfassen sämtliche Ausgaben der Kanzlei.

Erlöskonten

Auf diesen Konten werden sämtliche Gebühreneinnahmen verbucht.

Vorsteuer- und Umsatzsteuerkonten

In der doppelten Buchführung werden Umsatzsteueranteile separat auf Vorsteuer- bzw. Umsatzsteuerkonten gebucht. Beispiel: 116 € (16 % USt) → 100 € auf Sachkonto (netto) + 16 € auf Vorsteuerkonto.

Neutrale Konten

Dienen der Erfassung privater Buchungen.

Abgrenzungskonten

Dienen aktiver oder passiver Rechnungsabgrenzung über verschiedene Zeiträume. Meist nur im Rahmen der Bilanzierung verwendet.

Vortragskonten

Erfassen Jahresendbestände, die als Anfangsbestände ins neue Jahr übernommen werden. Dienen der Bilanzeröffnung oder dem Saldenübertrag beim Jahresabschluss. Konten der Gewinn- und Verlustrechnung werden nicht übertragen; Steuer- und Privatkonten hingegen ggf. ausgenommen.

Abbildung 24 - Aktenkonto buchen - Registerkarte Kostenzinsen

Buchen

Kontoauszüge buchen

Die Funktion Kontoauszüge buchen ermöglicht in einfacher Weise, jegliche auf einem Kontoauszug ausgewiesenen Buchungsvorgänge zu erfassen. Sowohl aktenbezogene als auch allgemeine Buchungsvorgänge können für die jeweiligen Finanzkonten vorkontiert und anschließend verbucht werden.

Die Funktion Kontoauszüge buchen gestattet das Stapelbuchen jeweils eines Finanzkontos. Soweit ein Kontoauszug gebucht wird, ist ein Wechsel in einen Stapel eines anderen Finanzkontos an dem konkreten Arbeitsplatz ausgeschlossen. Ggf. kann an einem anderen Arbeitsplatz ein anderes Finanzkonto gebucht werden, wenn die Funktion Kontoauszüge buchen an mehreren Arbeitsplätzen aktiviert ist (vgl. Einstellungen der Buchhaltung).

Diese Funktion bietet den Vorteil, Buchungen nach ihrer Erfassung noch einmal kontrollieren und bei Bedarf ändern oder löschen zu können, bevor sie endgültig verbucht werden. Sie können außerdem auch relativ taggenau Zahlungseingänge und/oder --ausgänge in den Akten dokumentieren. Vermerkte/vorkontierte Buchungen werden blau dargestellt, um sie farblich von endgültig gebuchten Buchungssätzen abzuheben.

Sie haben im Idealfall die Möglichkeit, [mit einem einzigen Arbeitsschritt vier verschiedene Buchungsvorgänge gleichzeitig] vorzunehmen:

Berücksichtigen Sie insbesondere, dass mit dieser Funktion vielfältige Buchungsvarianten möglich sind. Ein Zahlungseingang kann in der Akte 1/2003 sowohl als Zahlungseingang im Journal als auch in das Aktenkonto und das Forderungskonto eingebucht werden. Soweit in dieser Akte eine Sollstellung in der OP-Liste eingetragen ist, kann auch diese ausgeglichen werden.

Beachten Sie auch bitte, dass die Aktenkontenautomatik im Verhältnis zur Verteilungsautomatik gemäß §§ 366, 367 BGB im Forderungskonto lediglich auf den Ausgleich von Auslagen, Gebühren und Fremdgeld (in dieser Reihenfolge) ausgerichtet ist. Die Verteilung gemäß §§ 366, 367 BGB hingegen gleicht Kostenzinsen, Kosten, Gebühren, Hauptforderungszinsen und Hauptforderungen (in dieser Reihenfolge) aus, wobei weitere Kriterien berücksichtigt werden. Die für den Schuldner unangenehmste Forderung ist zuerst auszugleichen.

Im Zweifelsfall wird empfohlen, Zahlungseingänge im Forderungskonto selbst zu buchen. Wenn es sich um komplizierte Forderungskonten handelt, in denen z.B. verschiedene Hauptforderungen, mehrere Schuldner, verschiedene Kostenfestsetzungen u. ä. vorhanden sind, ist diese Vorgehensweise am überschaubarsten.

Zusätzlich kann in den Einstellungen der Parameter Stapelbuchung mit Zielsaldo aktiviert werden. Bei Funktionsaufruf wird dann der zu erreichende Zielsaldo abgefragt, um Fehlbuchungen zu vermeiden. Wird der eingegebene Zielsaldo nicht „auf Heller und Pfennig" erreicht, ist das Buchen der vermerkten Buchungssätze nicht möglich.

Die Felder Anfang und Aktuell weisen den jeweils aktuellen Saldo des ausgewählten Finanzkontos aus. Soweit dieser nicht mit dem tatsächlichen Saldo übereinstimmen sollte, führen Sie bitte über Menüpunkt Fibu" / Konten die Funktion Kontensalden prüfen und ergänzen aus, um den Saldo des Finanzkontos zu aktualisieren.

Journal buchen

Über die Funktion Journal buchen lassen sich alle Vorgänge, die die reine Finanzbuchhaltung (also nur das Journal) betreffen, erfassen. Ein Zugriff auf Aktendaten ist hier nicht möglich. Die Funktion bietet über die Registerkarten Einnahme, Ausgabe und Umbuchung alle wesentlichen Funktionen. Sie lässt sich insbesondere auch für Stornobuchungen verwenden.

Die Schaltfläche Rechnung in der Karte Ausgabe ist nur bei eingeschalteter Bilanzierung vorhanden. Sie buchen damit erhaltene Rechnungen, die noch nicht bezahlt wurden (wichtig für die Sollversteuerung). Wenn diese Rechnungen später tatsächlich beglichen werden, nutzen Sie die Funktion FiBu / Buchen / Rechnungen verbuchen. Dabei haben Sie später die Möglichkeit, das korrekte Buchungsdatum und Finanzkonto einzugeben.

Buchungsbetrag: Plus oder Minus

Gelegentlich vorkommende Einnahmen auf ein Aufwandskonto können nicht als Einnahme und Ausgaben auf einem Erlöskonto nicht als Ausgaben gebucht werden. Sie buchen solche Beträge mit einem Minuszeichen. Diese Einschränkung gilt nur für die Kontenklassen 4 und 8. .

Auswertung

Journal

Das Journal dient der Auswertung sämtlicher Geschäftsvorfälle in der Finanzbuchhaltung. Sie hat den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung zu entsprechen. Sie muß klar und jederzeit nachprüfbar sein und erfordert deshalb eine chronologische Ordnung. Im Journal, das auch Grundbuch, Tagebuch oder prima Nota genannt wird, sind alle Geschäftsvorfälle in zeitlicher Reihenfolge festzuhalten. Nur so kann jede einzelne Buchung während der Aufbewahrungsfrist schnell zurückverfolgt und mit den entsprechenden Belegen nachgewiesen werden.

Mit dieser Funktion erhalten Sie die Buchungen eines bestimmten Zeitraumes als Liste oder in Einzelkonten, auf dem Bildschirm oder im Druck.

Die Auswertung lässt sich mit den verfügbaren Auswahlkriterien variabel eingrenzen und an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Insbesondere können z.B. in den Feldern Sach- und / oder Finanzkonten die Kontenbereiche 1000-1099, 4000-4999, 8000-8020 u. a. ausgewertet werden. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, die ausgegebenen Buchungen nach verschiedenen Merkmalen zu sortieren.

Sollte es erforderlich sein, fehlerhafte Buchungssätze zu entfernen, sind diese zu stornieren und / oder neu einzubuchen oder umzubuchen. Unter Stornieren versteht man die Umkehrbuchung einer bereits erfolgten, aber unrichtigen Buchung.

Markieren Sie die betreffende Buchung im Journal mit der linken Maustaste. Anschließend klicken Sie mit der rechten Maustaste den Buchungssatz an und wählen in dem Kontextmenü die Funktion Stornieren. Beachten Sie, dass bereits endgültig gebuchte Vorgänge in der Finanzbuchhaltung nicht mehr geändert werden dürfen und die Stornierung dokumentiert wird.

Journal anzeigen

Mit dieser Funktion erstellen Sie auch das Buchungsjournal, das die wesentliche Unterlage Ihrer Buchhaltung bildet.

Sie können alle Buchungen in lückenloser und fortlaufender Eingabereihenfolge ausdrucken. Wollen Sie neben den Bruttobeträgen auch die Netto- und Mehrwertsteuerbeträge angezeigt haben, stellen Sie dies in den Einstellungen der Buchhaltung ein (vgl. Einstellungen / Allgemeine Einstellungen / Registerkarte Journal, Parameter Journal mit Nettoausweis).

Wählen Sie in der Auswahlmaske, falls erforderlich, die gewünschten Parameter aus und klicken Sie danach auf den Button Anzeigen.

Wenn Sie das Journal drucken wollen, klicken Sie nach der Anzeige auf den Button Druck. Sollten Sie eine andere Funktion starten wollen, wählen Sie entsprechend andere Parameter und klicken Sie erneut auf den Button Anzeigen.

Journal anzeigen - Selektionskriterien

Betrag

Verwenden Sie diese Funktion, um nach einer bestimmten Buchung zu suchen. Achten Sie darauf, dass bei Splittbuchungen nicht der Gesamtbetrag im Journal vermerkt ist.

Text:

Diese Funktion bezieht sich auf einen bestimmten Buchungstext, wie z. B. eine Aktennummer. Sollte der gesamte Buchungstext nicht bekannt sein, sollten * als Platzhalter verwendet werden (z.B. Vorschuss), um Buchungssätze mit Vorschusszahlungen im ausgewählten Zeitraum zu ermitteln.

Finanzkonto:

Sie geben ein Finanzkonto oder einen Bereich ein. Es werden alle Buchungen ausgegeben, die dieses Finanzkonto oder diese Finanzkonten betreffen.

Beispiel

Bedeutung

1000

Nur das Konto 1000 wird ausgewählt.

>1002

Alle Konten, die größer als 1002 sind.

1001-1005

Alle Konten zwischen 1001 und 1005 (inklusive).

Abbildung 25 - Aktenkonto buchen - Registerkarte Fremdhonorar

Sachkonto:

Es werden nur Buchungen ausgegeben, die in dem von Ihnen gewählten Bereich sind. Geben Sie den Bereich wie unter Finanzkonto beschrieben ein.

Belegnummer:

Sie dient zur Suche von Buchungen, nach einem bestimmten Kontoauszug oder einem anderen Beleg anhand der Belegnummer.

Sachbearbeiter [:]

Diese Funktion gibt alle Buchungen durch einen bestimmten Sachbearbeiter aus.

Mehrwertsteuer:

Hier geben Sie einen MwSt.-Satz ein, um Buchungen mit diesem Mehrwertsteuersatz anzeigen zu lassen. Die Eingabe erfolgt ohne %-Zeichen.

Einnahmen-/Überschussrechnung

Die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) ist, im Gegensatz zur Bilanz oder Einnahmen- / Überschussrechnung, die an steuerlichen Gesichtspunkten orientiert ist, stärker auf Ihr betriebswirtschaftliches Interesse ausgerichtet. Der Aufbau einer BWA kann von Ihnen jederzeit für Ihre speziellen Bedürfnisse angepasst werden.

Mit dieser Funktion führen Sie den Monats-, Quartals- und/oder Jahresabschluss durch oder stellen Sie Zahlen für eine statistische Erhebung zusammen. Alle Salden der Buchhaltung werden mit Monats- und Jahreswerten und mit prozentualer Aufschlüsselung angezeigt und gedruckt. Die Einnahmen-/Überschussrechnung kann maximal für ein Kalenderjahr ausgegeben werden und innerhalb des Kalenderjahres für beliebige Zeiträume

Diese betriebswirtschaftliche Auswertung, die sich an der DATEV-Auswertung orientiert, bietet Ihnen ein Kennzahlensystem, das Sie für Ihre innerbetrieblichen Planungen und Entscheidungen nutzen können.

Der Monatsabschluss kann beliebig oft durchgeführt werden. Haben Sie Nachträge gebucht, muss er mit Umsatzsteuerangaben wiederholt werden. Ggf. ist eine berichtigte Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben.

Umsatzsteuerzahlungen an das Finanzamt sind aus steuerlicher Sicht Aufwendungen. Ent-sprechend sind Umsatzsteuereinnahmen Erträge. Das Konto USt.-Zahlg. an FiA wird deshalb in der Kontenklasse 4 angelegt.

Selektionskriterien

Aus statistischer Sicht haben Umsatzsteuerzahlungen mit den tatsächlichen Aufwendungen jedoch nichts zu tun. Sie sind ein durchlaufender Posten und verfälschen den Nettoüberschuss und die statistischen Werte der Einnahmen-/Überschussrechnung. Zur Berichtigung des Nettoüberschusses geben Sie in der Eingabemaske die Nummer des Sachkontos ein. Der Nettoüberschuss wird dann ohne Umsatzsteuer-Zahlungen ausgegeben.

Datumsbereich:

Geben Sie hier den Zeitraum ein, für den Sie die Einnahmen-/ Überschussrechnung erstellen wollen. Achten Sie darauf, dass der Bereich nur in einem Kalenderjahr liegt.

Geben Sie den 01.01. eines Jahres ein, so haben Sie die Möglichkeit, die Salden zu prüfen und aktualisieren zu lassen. Klicken Sie in diesem Fall auch den Parameter Mit Finanzkontoständen an.

mit Sozietätsauswertung:

Wollen Sie die Einnahmen und Ausgaben nach einzelnen Sozii ausgewiesen haben, klicken Sie die Auswertung nach Sachbearbeiter und die Sozietätsauswertung an. Voraussetzung für eine korrekte Sozietätsauswertung ist die Aufteilung der Einnahmen und Ausgaben auf die einzelnen Sozii.

mit Aktenstatistik:

Ihnen werden auch die Einnahmen und Ausgaben durchschnittlich per Akte angezeigt, und im Betriebsergebnis erfolgt eine Ausgabe der ausstehenden Auslagen und Gebühren.

Auswertung nach Kontengruppen:

Diese Funktion dient zur Ermittlung des Gewinns. Es wird dabei auch der Eigenverbrauch berücksichtigt. Geben Sie, falls erforderlich, die Daten für die Ermittlung des KFZ-Eigenverbrauches ein.

[Hinweis:]

Die Ermittlung erfolgt nach der Neuregelung ab 1996, wenn zuvor ein KFZ-Preis eingegeben wurde, sonst nach den Eigenverbrauchssätzen zu den Konten. Als Eigenverbrauch für Nutzung werden als erstes monatlich 1% des Bruttolistenpreises bei Erstzulassung angesetzt (§ 6 I 4 EStG). Weiterhin wird die 0,03%-Regelung einbezogen (§ 4 V 6 EStG in Verbindung mit § 9 I 4 EStG).

  1. [Beispiel:]

Position

Berechnung

Betrag (€)

Kosten für die KFZ-Nutzung (jährlich)

-

10.000,00

Bruttolistenpreis

-

55.000,00

Entfernung zur Arbeitsstelle

-

30,00 km

Gefahrene Jahreskilometer

-

20.000,00 km

Nach § 6 I 4 EStG

55.000,00 € × 1 % × 12 Monate

6.600,00

Nach § 4 V 6 EStG

55.000,00 € × 0,03 % × 30 km

495,00

Nach § 9 I 4 EStG

30 km × 0,35 € × 20 Tage = 210,00 €

−210,00

Zwischensumme

37,50 € × 12 Monate

450,00

Gesamter Eigenverbrauch

-

7.500,00

Position

Berechnung

Betrag (€)

Kosten für die KFZ-Nutzung (jährlich)

-

10.000,00

Bruttolistenpreis

-

55.000,00

Entfernung zur Arbeitsstelle

-

30,00 km

Gefahrene Jahreskilometer

-

20.000,00 km

Nach § 6 I 4 EStG

55.000,00 € × 1 % × 12 Monate

6.600,00

Nach § 4 V 6 EStG

55.000,00 € × 0,03 % × 30 km

495,00

Nach § 9 I 4 EStG

30 km × 0,35 € × 20 Tage = 210,00 €

−210,00

Zwischensumme

37,50 € × 12 Monate

450,00

Gesamter Eigenverbrauch

-

7.500,00

Abbildung 26 - Aktenkonto - Abrechnung

Zur besseren Übersichtlichkeit, wird jeder Teil der Einnahmen-/Überschussrechnung extra dargestellt. Wenn Sie auf Drucken klicken, werden alle Teile, die Daten beinhalten, gedruckt.

Teil

Auswertung / Bericht

Beschreibung

1

Überschussberechnung mit Ausgabe Eigenbedarf

Enthält alle Betriebseinnahmen der Kontenklasse 8 und Ausgaben der Kontenklasse 4. Aktenbezogene Auswertung möglich; Eigenverbrauch wird ausgewiesen.

2

Erlöskonten

Enthält alle Sachkonten der Klasse 8. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang.

3

Aufwandskonten

Enthält alle bebuchten Konten der Kontenklasse 4. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang.

4

Sonstige Sachkonten

Enthält alle Sachkonten außer denen der Kontoklassen 4 und 8. Anzeige erfolgt mit Zu- und Abgang.

5

Umsatzsteuer-Voranmeldung

Beträge können in die Umsatzsteuer-Voranmeldung übernommen werden. Kontenklasse 81xx als Zinseinnahme berücksichtigt. Buchung auf „Umsatzsteuer ans Finanzamt“ wird gesondert ausgewiesen.

6

Finanzkontobewegungen

Übersicht über Finanzkontobewegungen. Wesentliche Kontrolle der Finanzkonten; Anzeige mit Zu- und Abgang.

7

Betriebsvermögen

Enthält alle Buchungen sowie Gebührenforderungen etc.

8

Einnahmen nach Sachbearbeiter / Sozietätsabrechnung

Enthält alle Einnahmen, sortiert nach Sachbearbeitern. Eventuelle Aufteilungen nach Sozii berücksichtigt.

9

Erweiterte Auswertung

Einnahmen-/Überschussrechnung mit einkommensteuerrelevanten Daten. KFZ-Eigenverbrauchsdaten müssen zuvor eingegeben werden.

10, 11

Bilanz

Enthält Eröffnungs- und Schlussbilanz. Gewinn ergibt sich aus Teil 9. Bei Ungleichgewicht die Gruppierungen der Konten prüfen.

Abbildung 34 - Umsatzsteuervoranmeldung

Umsatzsteuer-Voranmeldung

Die Funktion Umsatzsteuer-Voranmeldung wertet Ihre Finanzbuchhaltung bzgl. vereinnahmter Umsatzsteuer und geleisteter Vorsteuer aus. Sie haben die Möglichkeit, das Umsatzsteuer-Formular auszudrucken, das Sie direkt beim Finanzamt als Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben können.

Beachten Sie, dass die UVA auch bei der Ausgabe auf dem Bildschirm mit Druckvorschau gedruckt werden kann.

Ein Formular zur Dauerfristverlängerung, mit dem Sie die Frist (bei monatlicher Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung) zur Abgabe der Umsatzsteuer-Vorauszahlung um einen Monat verlängern können, ist in der Buchhaltung nicht vorhanden, da hierfür ein formloser Antrag beim Finanzamt genügt.

Wenn Sie Ihre Umsatzsteuer-Voranmeldungen monatlich abgeben, können Sie eine Fristverlängerung für die Abgabe um einen Monat beantragen. Hierzu müssen Sie 1/11 des gesamten Vorauszahlungsbetrages des Vorjahres als Sonderzahlung im Voraus leisten (bis spätestens Februar eines jeden Jahres).

Honorarumsatzliste

Mit Hilfe der Honorarumsatzliste können die erwirtschafteten Umsätze, bezogen auf definierte Zeiträume, Referate und Sachbearbeiter, ausgewertet werden. Die Honorarumsatzliste bezieht sich nur auf Umsätze, die über Aktenkonten ermittelt wurden.

Folgende Parameter können verwendet werden:

Option

Beschreibung

Mit Summen

Saldiert den ausgewerteten Aktenbereich.

Mit Sozietätsauswertung

Sozietätsanteile werden explizit ausgewiesen.

Nur Gebühreneingang

Es werden nur Akten aufgelistet, in denen Zahlungseingänge auf Gebühren gebucht wurden. Auslagen- und Fremdgeldzahlungen bleiben unberücksichtigt.

Option

Beschreibung

Mit Summen

Saldiert den ausgewerteten Aktenbereich.

Mit Sozietätsauswertung

Sozietätsanteile werden explizit ausgewiesen.

Nur Gebühreneingang

Es werden nur Akten aufgelistet, in denen Zahlungseingänge auf Gebühren gebucht wurden. Auslagen- und Fremdgeldzahlungen bleiben unberücksichtigt.

Abbildung 28 - Aktenkonto - Statistik - Akten ohne Bewegungen

Zudem können abhängige Sortierkriterien vergeben werden.

Jahresabschluss

Über die Funktion Jahresabschluss schließen Sie ein Wirtschaftsjahr ab. Die Salden der Anlage-, Finanz- und (je nach Einstellung) Auslagen- und Fremdgeldkonten werden vom Programm automatisch als Jahresanfangssalden in das neue Jahr übernommen.

Beachten Sie, dass nach erfolgtem Jahresabschluss keine Buchungen mehr für das abgeschlossene Wirtschaftsjahr vorgenommen werden sollten. Ein Ausdruck der Auswertungen und Listen ist jedoch jederzeit möglich.

Konten

Kontenblätter

Mit der Funktion Kontenblätter können Kontoauszüge für einen definierten Zeitraum gedruckt werden.

Es werden nur Konten ausgegeben, die in dem auszuwertenden Zeitraum bebucht wurden. Soweit auch Konten ausgewiesen werden sollen, die in dem ausgewählten Zeitraum [nicht] bearbeitet wurden, ist der Parameter mit unbebuchten Konten zu aktivieren.

Kontensaldenliste

Die Funktion Kontensaldenliste liefert als Ergebnis für einen definierten Zeitraum Salden und Saldenbewegungen des ausgewählten Kontenbereichs

Geben Sie den Zeitraum und den gewünschten Kontenbereich für die Auswertung ein und drücken Sie den Button OK.

Kontostände tageweise

Mit der Funktion Kontostände tageweise können die Kontostände in einem definierten Zeitraum taggenau kontrolliert werden.

Wählen Sie dazu unter Menüpunkt FiBu / Konten die Funktion Kontenstände tageweise aus und geben das zu kontrollierende Konto, das Datum des Tages, an dem Auszug und Computer übereinstimmten (am besten der 01.01.) sowie den Bestand zu Beginn dieses Tages ein.

Nach Bestätigung werden Ihnen alle Tage, an denen gebucht wurde, mit den entsprechenden Salden angezeigt.

Sollte der Saldo in der Finanzbuchhaltung von dem auf den Kontoauszügen abweichen, kann die Unstimmigkeit mit der Funktion Kontostände tageweise ermittelt werden. Zu vergleichen sind die Tagessalden mit den Kontoauszügen, um die letzte Übereinstimmung zu ermitteln. Anschließend sollte das Journal auf fehlerhafte Buchungen überprüft und ggf. korrigiert werden.

Sind die Werte korrekt, aber die Kontostände beim Buchen falsch, nutzen Sie die Funktion Kontostände prüfen und ergänzen im Menü FiBu / Konten.

Kontensalden prüfen und ergänzen

Diese Funktion dient lediglich der Neuberechnung der Salden sämtlicher Konten. Auf Grundlage der Jahresanfangssalden wird der jeweils aktuelle Saldo ermittelt.

Kontenplan

Konten einrichten

Um den Kontenplan an die aktuelle Anforderungen und Bedürfnissen der Kanzlei anzupassen, ist es ggf. erforderlich, vorhandene Konten zu editieren und/oder neue Konten anzulegen.

Neue Konten anlegen
Vorhandene Konten editieren
Konten löschen

Grundsätzlich wird davon abgeraten, nicht mehr verwendete Konten aus dem Kontenplan zu löschen. Es wird eher empfohlen, diese lediglich zu deaktivieren.

Konten gruppieren

Nach der Einrichtung des Kontenplans ist es erforderlich, die Konten für die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) entsprechend zu gruppieren.

Sollten ein Konto versehentlich der falschen Kategorie zugewiesen worden sein, kann dies selbstverständlich korrigiert werden. Markieren Sie das falsch zugewiesene Konto und drücken Sie auf der Tastatur die Taste (Entf) Das ausgewählte Konto wird dann wieder in der Liste der zu gruppierenden Konten aufgeführt.

Kontenklassen - Gruppierung der Betriebseinnahmen / -ausgaben

Die Gruppierung der detaillierten BWA lässt sich in der Buchhaltung über Menüpunkt FiBu -- Konten / Kontenplan mit der Funktion Kontenklassen beeinflussen.

Die Gruppierung der Kontenklassen erfolgt ebenso wie die Gruppierung der Konten. Es wird insoweit auf die Funktion Konten gruppieren verwiesen.

Buchhaltungsgrafik

Mit dieser Funktion erstellen Sie ein Diagramm, das Aufwendungen und Erträge in monatlichen Einheiten für ein ganzes Jahr grafisch ausgibt. Diese Grafik können Sie sich auf dem Bildschirm anzeigen lassen oder auch ausdrucken. Erlöse und Aufwendungen werden als Bruttobeträge ausgegeben.

Sozietätsanteile für Konten

Sozietätsanteile können ebenso wie auf Akten auch auf Konten aufgeteilt werden. Geben Sie die Kontonummer des gewünschten Kontos ein und weisen Sie dem jeweiligen Sachbearbeiter einen prozentualen Anteil an den Aufwandskonten zu.

AfA-Liste

Mit der AfA-Liste können Sie Inventar verwalten, Abschreibungsbeträge errechnen und verbuchen. Eine Buchung sollte nur am Ende des Jahres, bzw. im Januar des folgenden Jahres, erfolgen. Eine monatliche Berechnung ist nicht möglich.

Sie starten die AfA-Liste, indem Sie im Menü FiBu die Funktion AfA-Liste aufrufen.

Anlage eines Wirtschaftsgutes
Sonderabschreibungen

Nach Auswahl der Art der Sonderabschreibung geben Sie das Jahr ein, in dem sie erfolgen soll.

AfA-Liste anzeigen

Sie haben die Möglichkeit, sich die AfA-Liste als Karteiform, als berechnete AfA-Liste und in der Übersicht anzeigen zu lassen.

Feld / Option

Beschreibung

Anschaffungsdatum

Datum der Anschaffung, gleichbedeutend mit Lieferung oder Fertigstellung des Anlageguts.

Anschaffungskosten

Netto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsgutes.

Geplanter Restwert

Üblicherweise Erinnerungswert (0,50 € / 1,00 DM) oder 0,00 €, falls Anlagegut nach Nutzungsdauer abgeht.

Nutzungsdauer

Dauer der Nutzung; kann den einschlägigen AfA-Tabellen entnommen werden.

Zugang

Zuschreibungen für ein bereits angelegtes Wirtschaftsgut (max. 5 pro Jahr).

Abgang

Buchungen für Abgänge eines Wirtschaftsgutes (max. 5 pro Wirtschaftsgut). Abgang im Anschaffungsjahr nicht möglich.

AfA-Art linear

Lineare Abschreibung: gleiche Jahresbeträge.

AfA-Art degressiv

Degressive Abschreibung: fallende Jahresbeträge, max. 30 % des Anschaffungs- bzw. Vorjahreswerts.

Manuelle Abschreibung

Beliebige Jahresabschreibungen, z. B. bei Gebäudeabschreibungen. Muss komplett bis Restwert eingegeben werden.

Sonstige AfA

Sonderabschreibungen oder erhöhte Absetzungen zusätzlich zu den regulären AfA-Werten.

Vereinfachungsregel

Wirtschaftsgüter der 2. Jahreshälfte: hälftiger Jahreswert; 1. Halbjahr: voller Jahreswert.

Auf volle € runden

Rundet Abschreibungswerte auf volle Euro.

Übergang degressiv → linear

AfA-Rechner ermittelt optimalen Zeitpunkt, wann lineare Abschreibung höher wird als degressive.

Betrag sonstige AfA

Betrag für Sonderabschreibung/erhöhte Absetzung; beliebig auf zulässigen Zeitraum verteilen.

Feld / Option

Beschreibung

Anschaffungsdatum

Datum der Anschaffung, gleichbedeutend mit Lieferung oder Fertigstellung des Anlageguts.

Anschaffungskosten

Netto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsgutes.

Geplanter Restwert

Üblicherweise Erinnerungswert (0,50 € / 1,00 DM) oder 0,00 €, falls Anlagegut nach Nutzungsdauer abgeht.

Nutzungsdauer

Dauer der Nutzung; kann den einschlägigen AfA-Tabellen entnommen werden.

Zugang

Zuschreibungen für ein bereits angelegtes Wirtschaftsgut (max. 5 pro Jahr).

Abgang

Buchungen für Abgänge eines Wirtschaftsgutes (max. 5 pro Wirtschaftsgut). Abgang im Anschaffungsjahr nicht möglich.

AfA-Art linear

Lineare Abschreibung: gleiche Jahresbeträge.

AfA-Art degressiv

Degressive Abschreibung: fallende Jahresbeträge, max. 30 % des Anschaffungs- bzw. Vorjahreswerts.

Manuelle Abschreibung

Beliebige Jahresabschreibungen, z. B. bei Gebäudeabschreibungen. Muss komplett bis Restwert eingegeben werden.

Sonstige AfA

Sonderabschreibungen oder erhöhte Absetzungen zusätzlich zu den regulären AfA-Werten.

Vereinfachungsregel

Wirtschaftsgüter der 2. Jahreshälfte: hälftiger Jahreswert; 1. Halbjahr: voller Jahreswert.

Auf volle € runden

Rundet Abschreibungswerte auf volle Euro.

Übergang degressiv → linear

AfA-Rechner ermittelt optimalen Zeitpunkt, wann lineare Abschreibung höher wird als degressive.

Betrag sonstige AfA

Betrag für Sonderabschreibung/erhöhte Absetzung; beliebig auf zulässigen Zeitraum verteilen.

Abbildung 29 - Rechnungen nach Sachbearbeiter

Budget

Budget erstellen

Mit Hilfe eines Budgets können Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben besser kontrollieren. Bevor Sie diese Funktion nutzen können, müssen Sie Ihre Konten gruppieren. Dazu sollten Buchhaltungs- und Aktendaten vorhanden sein.

Budget anzeigen / ändern

Um ein erstelltes Budget anzeigen zu lassen oder zu bearbeiten, wählen Sie aus dem Menü Budget den Befehl Anzeigen / Ändern. Ihnen werden nun alle Konten angezeigt, für die ein Budget erstellt wurde. Mit Doppelklick auf den entsprechenden Eintrag haben Sie die Möglichkeit, die Budgetwerte zu ändern.

Wenn Sie einen Wert auf ein noch nicht budgetiertes Konto verteilen wollen, klicken Sie zuerst auf Alle Konten und geben dann den neuen Wert ein.

OP-Liste und Mahnwesen

Allgemeines zur OP-Liste und zum Automatisierten Mahnwesen

In der OP-Liste werden unbezahlte Rechnungen verwaltet. Damit ist die Voraussetzung für ein automatisiertes Mahnwesen geschaffen. Zudem ist es möglich, offene Rechnungssollstellungen zu ändern oder zu löschen und die gesamte Liste oder Teilbereiche anzuzeigen und zu drucken.

Außerdem können Sie über dieses Programm neue Rechnungen eingeben und zu offenen Posten Mahnungen bearbeiten und diese ausdrucken..

Mit der OP-Verwaltung ist in RA WIN 2000 ein dreistufiges Mahnwesen integriert.

Alle Anmahnungen, egal ob 1., 2. oder 3. Mahnung, können vollständig automatisiert ausgedruckt werden. Für Mahnungen in den unterschiedlichen Mahnstufen können selbstverständlich unterschiedliche Texte definiert werden.

Die Mahnfristen können Sie im Menü Extras / Allgemeine Einstellungen / Registerkarte OP / Mahnungen entsprechend definieren.

Rechnungsnummer

Um Ihre Rechnungen zu verwalten, wird jeder Rechnung eine jährlich fortlaufende Rechnungsnummer zugewiesen.

Die interne Rechnungsnummer ist neunstellig und setzt sich aus dem Jahr der Rechnung und einer lfd. Nummer zusammen. So ist z.B. die erste Rechnung für das Jahr 2003 die Rechnungsnummer 200300001.

Das Format der Rechnungsnummern kann zudem im Gebührenprogramm in den Layout-Einstellungen festgelegt werden.

OP-Liste

Anzeigen/Drucken

Mit der Funktion OP-Liste anzeigen / drucken können Sie sich offene Rechnungen anzeigen lassen und bearbeiten.

Die OP-Liste kann für definierte Zeiträume ausgegeben werden. Die Ausgabe der OP-Liste kann mit oder ohne Aktenbezeichnung, Empfängeradressen sowie bezahlte Rechnungen erfolgen.

Die verfügbaren Auswahlkriterien grenzen die OP-Liste zudem ein, um konkrete Rechnungen zu suchen. Berücksichtigen Sie bei der Suche, dass ggf. * als Platzhalter verwendet werden sollten.

Einträge ändern
Monats- und Quartals-Statistik

Diese Funktionen dienen der statistischen Auswertung des Mahnwesens, um der Kanzlei einen Überblick über Außenstände, sortiert nach Mahnstufen, zu geben. Die Auswertung der gesamten Außenstände kann tabellarisch oder grafisch erfolgen.

Mahnungen anzeigen und drucken

Die Funktion Mahnungen ermöglicht den Einstieg in ein automatisiertes Mahnwesen. Abhängig von den allgemeinen Einstellungen der Buchhaltung werden unbezahlte Rechnungen automatisch fällig und für den aktuellen Mahnlauf zur Verfügung gestellt.

Als Mahntexte können Autotexte oder Dokumentvorlagen verwendet werden. Diese sollten vorzugsweise im Arbeitsgruppenvorlagenverzeichnis von Microsoft WORD zentral zur Verfügung gestellt werden.

Die Texte oder Dokumentvorlagen sind mit dem Präfix Mahnung zu versehen, damit sie durch das Programm automatisch für diese Funktion zur Verfügung gestellt werden können.

In den Texten können Sie folgende Platzhalter verwenden:

Platzhalter

Bedeutung / Beschreibung

<Rechnungsnr>

Nummer der Rechnung

<Rechnungsdatum>

Datum der Rechnung

<AktenNummer>

Aktennummer

<AdressNummer>

Adressnummer

<Mahnstufe>

Aktuelle Mahnstufe

<LetzteMahnung>

Datum der letzten Mahnung

<ZahlungsFrist>

Datum, bis wann zu zahlen ist

<Mahnbetrag>

Offener Betrag

<Rechnungsbetrag>

Ursprünglicher Rechnungsbetrag

Platzhalter

Bedeutung / Beschreibung

<Rechnungsnr>

Nummer der Rechnung

<Rechnungsdatum>

Datum der Rechnung

<AktenNummer>

Aktennummer

<AdressNummer>

Adressnummer

<Mahnstufe>

Aktuelle Mahnstufe

<LetzteMahnung>

Datum der letzten Mahnung

<ZahlungsFrist>

Datum, bis wann zu zahlen ist

<Mahnbetrag>

Offener Betrag

<Rechnungsbetrag>

Ursprünglicher Rechnungsbetrag

Abbildung 30 - Sozietätsanteile für Akten

Die Parameter für den Mahnlauf sind im Einzelnen:

Parameter

Beschreibung

Mahnstufe nach dem Erzeugen erhöhen

Die Rechnung wird beim Mahnlauf jeweils um eine Mahnstufe erhöht, bis zur maximalen Mahnstufe. Standardmäßig aktiviert.

erzeugte Mahnungen in Liste übernehmen

Mahnstufen werden intern in der Liste bisheriger Mahnungen vermerkt. Standardmäßig aktiviert.

Mahnungen sofort drucken

Aktiviert: Mahnungen werden direkt an den Drucker geleitet. Deaktiviert: WORD-Dokumente werden erstellt.

in € mahnen, auch wenn Urbetrag in DM?

Die Rechnungssollstellung in DM wird automatisch in die Standardwährung € umgerechnet.

maximale Anzahl Mahnungen

Legt fest, wie viele Mahnungen gleichzeitig oder nacheinander erstellt werden können.

maximal bis Mahnstufe

Legt die höchste zulässige Mahnstufe fest. Ab dieser Stufe werden keine Mahnungen mehr erzeugt.

Parameter

Beschreibung

Mahnstufe nach dem Erzeugen erhöhen

Die Rechnung wird beim Mahnlauf jeweils um eine Mahnstufe erhöht, bis zur maximalen Mahnstufe. Standardmäßig aktiviert.

erzeugte Mahnungen in Liste übernehmen

Mahnstufen werden intern in der Liste bisheriger Mahnungen vermerkt. Standardmäßig aktiviert.

Mahnungen sofort drucken

Aktiviert: Mahnungen werden direkt an den Drucker geleitet. Deaktiviert: WORD-Dokumente werden erstellt.

in € mahnen, auch wenn Urbetrag in DM?

Die Rechnungssollstellung in DM wird automatisch in die Standardwährung € umgerechnet.

maximale Anzahl Mahnungen

Legt fest, wie viele Mahnungen gleichzeitig oder nacheinander erstellt werden können.

maximal bis Mahnstufe

Legt die höchste zulässige Mahnstufe fest. Ab dieser Stufe werden keine Mahnungen mehr erzeugt.

Abbildung 31 - Kontoauszüge buchen

Adressen ohne Mahnungen

Diese Funktion stellt sicher, dass bestimmte Rechnungsempfänger in den Mahnläufen nicht berücksichtigt werden, z.B. Groß- oder Sammelmandate.

Geben Sie hier die Adressnummern der Mandanten, Gerichte, Versicherungen o. ä. ein, die vom Mahnlauf ausgenommen werden sollen, und versehen Sie diese mit einer entsprechenden Bemerkung, um die Liste übersichtlich zu halten.

Zahlungsverkehr

Übersicht

Das Programm Zahlungsverkehr kann

Verfahren / Option

Beschreibung

Überweisung auf Papierformulare

Überweisungen auf die üblichen Formulare der Banken, Sparkassen und Postgiroämter drucken.

DCV – Disketten-Clearing-Verfahren

Überweisungen und Lastschriften auf Disketten erstellen; weitere Informationen im DCV-Infobroschüre des Geldinstituts.

BTX Online

Überweisungen und Lastschriften online per BTX erstellen.

Mehr über das DC-Verfahren erfahren Sie aus einer Informationsbroschüre, die Ihnen Ihr Geldinstitut sicher gerne zur Verfügung stellt.

Electronic Banking über BTX

Im Programm Zahlungsverkehr besteht die Möglichkeit, Überweisungen und Lastschriften für das Disketten-Clearing-Verfahren (DCV) der Kreditinstitute zu erstellen.

Anstatt den Datenaustausch über Diskette abzuwickeln, kann der Zahlungsverkehr auch elektronisch direkt über BTX erfolgen. Ein Datenträger muss hierzu also nicht mehr erstellt werden. Die Kreditinstitute bieten für diesen Zweck käuflich zu erwerbende Software an. Über solche Programme wird die von RA WIN 2000 erzeugte Datei unmittelbar in den Bankcomputer per BTX übertragen. Der Export der Dateien erfolgt ausschließlich im Format QIF. Anstatt der Bankprogramme können Sie auch die Microsoft-Programme MS Money oder Quicken 4.0 nutzen.

Diese Software bietet außerdem die Möglichkeit, Kontoauszüge online vom Bankcomputer abzurufen. Ferner können die Buchungsbewegungen der Kontoauszüge in einer Datei gespeichert werden. Eine Erweiterung der Finanzbuchhaltung ist in Vorbereitung, um künftig diese Daten automatisch als Vorschlagswerte einlesen und weiterverarbeiten zu können

Voraussetzungen

Kommunikationsgerät, z.B. Modem DBT-03, ISDN-S0-Controller,

BTX-Zugangsberechtigung,

Software für den Zahlungsverkehr mit BTX.

Überweisungen

Mit dem Programm ist es möglich, auf die erhältlichen Überweisungsträger (DIN A4) zu drucken.

Überweisungsträger erfassen

Mit dieser Funktion erstellen Sie Überweisungsformulare. Auf dem Bildschirm wird Ihnen ein solches Formular angezeigt, das Sie ausfüllen können.

Feld / Parameter

Beschreibung

Empfänger / Empfängeradressnummer

Adresse des Zahlungsempfängers. Z.B. Betrag von Adressnummer 01 für Empfänger 601 → hier 601 eintragen. Nach Bestätigung werden Vorname, Name, Anschrift und Bankverbindung angezeigt. Bei Eingabe des Korrespondenzbuchstabens R wird der voreingestellte Betreff als Verwendungszweck übernommen; sonst Aktennummer und Aktenbezeichnung. Nicht gespeicherte Empfängeradressen müssen manuell ausgefüllt werden und die Überweisungsformulare sofort gedruckt werden.

Auftraggeber / Adressnummer

Adressnummer des Absenders, um von unterschiedlichen Konten überweisen zu können. Nach Bestätigung werden Vorname, Name, Anschrift und Bankverbindung angezeigt. Manuelle Eingabe des Auftraggebers ist nicht möglich.

Betrag

Eingabe des zu überweisenden Betrags (z. B. 1000,35 €). Keine Vorzeichen erforderlich.

Verwendungszweck (optional)

Wird auf dem Überweisungsträger mit ausgedruckt; enthält in der Regel den Grund der Zahlung. Mindestens Aktennummer sollte angegeben werden.

Datum

Vorschlag: aktuelles Datum. Kann bei Bedarf geändert werden.

Selektionsnummer

Optional. Ermöglicht die Auswahl bestimmter Zahlungen zum Drucken, z. B. wenn Zahlungstermine weit auseinanderliegen.

Feld / Parameter

Beschreibung

Empfänger / Empfängeradressnummer

Adresse des Zahlungsempfängers. Z.B. Betrag von Adressnummer 01 für Empfänger 601 → hier 601 eintragen. Nach Bestätigung werden Vorname, Name, Anschrift und Bankverbindung angezeigt. Bei Eingabe des Korrespondenzbuchstabens R wird der voreingestellte Betreff als Verwendungszweck übernommen; sonst Aktennummer und Aktenbezeichnung. Nicht gespeicherte Empfängeradressen müssen manuell ausgefüllt werden und die Überweisungsformulare sofort gedruckt werden.

Auftraggeber / Adressnummer

Adressnummer des Absenders, um von unterschiedlichen Konten überweisen zu können. Nach Bestätigung werden Vorname, Name, Anschrift und Bankverbindung angezeigt. Manuelle Eingabe des Auftraggebers ist nicht möglich.

Betrag

Eingabe des zu überweisenden Betrags (z. B. 1000,35 €). Keine Vorzeichen erforderlich.

Verwendungszweck (optional)

Wird auf dem Überweisungsträger mit ausgedruckt; enthält in der Regel den Grund der Zahlung. Mindestens Aktennummer sollte angegeben werden.

Datum

Vorschlag: aktuelles Datum. Kann bei Bedarf geändert werden.

Selektionsnummer

Optional. Ermöglicht die Auswahl bestimmter Zahlungen zum Drucken, z. B. wenn Zahlungstermine weit auseinanderliegen.

Abbildung 32 - Journal buchen - Registerkarte Einnahme

Sie können nun das Formular drucken oder speichern. Beachten Sie bitte, dass es unterschiedliche Formulare gibt. In den Einstellungen / Allgemeine Einstellungen können Sie „Ihre" Formulare auswählen.

Überweisungsträger drucken

Nach Aufruf dieser Funktion sehen Sie eine Auswahlmaske, in der Sie die zu druckenden Überweisungen auswählen können. Beachten Sie bitte, dass es unterschiedliche Formulare gibt. In den Einstellungen / Allgemeine Einstellungen können Sie diese Formulare auswählen.

Disketten-Clearing-Verfahren (DCV)
Diskette erstellen

Feld / Option

Beschreibung

Gut- / Lastschriften

Beurteilung immer aus Sicht des Empfängers. Überweisung an jemanden → Empfänger erhält Gutschrift (G). Gut- und Lastschriften können auf einer DCV-Diskette nicht gemischt werden.

Buchungsliste drucken

Gibt an, ob eine Buchungsliste (Inhalt der DCV-Diskette) gedruckt werden soll.

Belegblatt drucken

Gibt an, ob ein Belegblatt für die Bank erstellt werden soll.

Selektionsnummer

Optional. Auswahl bestimmter Zahlungen zum Drucken, z.B. bei weit auseinanderliegenden Zahlungsterminen.

Von / bis (Zeitraum)

Datumsbereich in der Zahlungsdatei. Um ein einzelnes Datum abzurufen, z.B. von 1 bis 1 eingeben.

Buchung erfassen

Aufruf der Programmfunktion „DCV-Buchung erfassen“ zeigt eine Eingabemaske für Zahlungen.

Auftraggeber / Adressnummer

Adressnummer des Absenders, um von unterschiedlichen Konten aus überweisen zu können. Nach Eingabe werden Name, Anschrift und Bankverbindung angezeigt.

Empfänger / Adressnummer

Adresse des Zahlungsempfängers. Nach Eingabe werden Name, Anschrift und Bankverbindung angezeigt.

Betrag

Eingabe des zu überweisenden Betrags (z. B. 1000,35 €). Keine Vorzeichen erforderlich.

Datum

Vorschlag: aktuelles Datum. Kann bei Bedarf geändert werden.

Verwendungszweck (optional)

Wird auf dem Überweisungsträger ausgedruckt; enthält in der Regel den Grund der Zahlung. Mindestens Aktennummer sollte angegeben werden.

Textschlüssel

Definiert die Zahlung als Gutschrift (G) oder Lastschrift (L). Zahlung immer aus Sicht des Empfängers betrachtet.

Vor Bestätigung der Eingaben durch klicken von OK sollten Sie diese noch einmal überprüfen. Nach Bestätigung wird die Überweisung in der Zahlungsdatei gespeichert. Alle Überweisungen werden in der Zahlungsdatei unter einer laufenden Nummer gespeichert.

Textschlüssel des DC-Verfahren (DCV)

Nr.

Textschlüssel

Beschreibung

51

000

Überweisungsgutschrift

52

000

Dauerauftragsgutschrift

53

000

Lohn-, Gehalts-, Rentengutschrift

54

00J*

VWL ohne Sparzulage

54

10J*

VWL 10% Sparzulage

54

20J*

VWL 20% Sparzulage

56

000

Überweisung aus öff. Kassen mit Vorbehalt

04

000

Lastschrift (Abbuchungsauftragsverfahren)

05

000

Lastschrift (Einzugsermächtigung)

*J - steht für die Endziffer des Jahres der Leistung

Buchungen bearbeiten

Einträge in der Zahlungsdatei kann man über die Programmfunktionen DCV Vorschau bearbeiten.

Es können alle Einträge der Buchungsliste bearbeitet werden. Man klickt einfach doppelt auf den entsprechenden Vorgang. Es erscheint wieder die ursprüngliche Eingabemaske, in der Sie die Einträge bearbeiten können.

DCV Vorschau

Mit Hilfe der Programmfunktion DCV Vorschau können die bereits gespeicherten DCV-Buchungen nochmals überprüft werden.

Geben Sie dazu den Zeitraum und eventuelle Selektionsbuchstaben ein und entscheiden Sie, ob Sie Gutschriften oder Lastschriften angezeigt haben wollen.

BTX-Export/Import

Es steht Ihnen die Möglichkeit offen, mit der RA WIN 2000 Buchhaltung Ihre Finanzbuchhaltungsdaten online abzurufen oder aber Überweisungen online zu erledigen.

Sie nutzen dazu die Funktion BTX Export/Import im Zahlungsverkehr. Voraussetzung dafür ist, dass entweder MS Money oder Quicken 4.0 auf Ihrem Rechner installiert ist. Weiterhin sind ein Modem oder eine ISDN Karte und ein von Ihrer Bank eingerichteter Zugang notwendig.

Export

Sie exportieren nach MS Money oder Quicken, indem Sie die Funktion BTX Export / Import im Menü Zahlungsverkehr aufrufen.

Ihnen werden nun alle vorhandenen Überweisungen oder Einzüge angezeigt. Sind diese in Ordnung, klicken Sie auf Export. Sie werden nun aufgefordert, einen Dateinamen einzugeben. Die Datei befindet sich standardmäßig im Verzeichnis \ra2000. Nach dem Export wählen Sie entweder Money oder Quicken und dort die entsprechenden Importfunktionen, bearbeiten die Buchungen nach und stellen dann die Verbindung zu Ihrer Bank her.

Import

Importieren Sie aus Money oder Quicken die entsprechenden Konten mit den dort vorhandenen Funktionen. Achten Sie darauf, dass das Format QIF benutzt wird.

Wählen Sie in der RA WIN 2000 Buchhaltung die Funktion BTX Export / Import im Menü Zahlungsverkehr. Klicken Sie auf Import und wählen Sie die Datei aus, die Sie importieren wollen. Sind Namenszuordnungen nicht möglich, werden Ihnen diese angezeigt, und Sie müssen die entsprechende Adresse auswählen oder, falls nicht vorhanden, erfassen. Für die Erfassung ist eine Kurzerfassung möglich.

Lässt sich ein Konto nicht zuordnen, öffnet sich ein Fenster, in dem das nicht vorhandene (Money oder Q­ui­cken) Konto und eine Auswahlliste mit den RA WIN 2000 Konten angezeigt wird. Wählen Sie daraus das entsprechende Konto aus. Dieses wird automatisch in einer Liste gespeichert und steht Ihnen später immer wieder zur Verfügung.

Sind alle Buchungen eingelesen, haben Sie die Möglichkeit, den Zeitraum zu bestimmen, für den diese Buchungen im Journal verbucht werden sollen. (Eine Speicherung in der Zahlungsdatei ist in Vorbereitung).

[Beachten Sie bitte, dass die Mehrwertsteuer aus dem Kontenplan entnommen wird!]

Sollen einzelne Buchungen nicht verbucht werden, löschen Sie diese einfach, indem Sie den Cursor in der ersten Spalte der Tabelle platzieren und dann die gesamte Zeile markieren (Klick auf das graue Feld vor der ersten Spalte). Danach drücken Sie auf (Entf)

Wollen Sie die noch vorhandenen Einträge im Journal verbuchen, geben Sie Finanzkonto ein und klicken Sie auf Buchen.

Beachten Sie, dass in Money oder Quicken teilweise das gesamte Konto exportiert wird. Damit keine doppelten Buchungen in das Journal übernommen werden, haben Sie die Möglichkeit, nach dem Einlesen den Zeitraum zu bestimmen, aus dem die Buchungen angezeigt und übernommen werden sollen.

Diverses

Elektronische Steuererklärung (ELSTER)

Die Anbindung der RA WIN 2000-Buchhaltung an ELSTER ist separat zu erwerben, daher wird an dieser Stelle auf eingehende Erläuterungen zu diesem Modul verzichtet.

Soweit die ELSTER-Anbindung in der Kanzlei eingesetzt werden soll, wenden Sie sich bitte zuvor an uns.

Zu diesem Modul erhalten Sie dann eine gesonderte Dokumentation.

DATEV-Konvertierung

Selbstverständlich können die Buchhaltungsdaten für beliebige Zeiträume in Dateien exportiert werden, die über die aktuelle DATEV-Schnittstelle anderweitig wieder eingelesen werden können.

Import / Export

Das Journal darf auf Datenträgern wie z.B. Disketten aufbewahrt werden, wenn eine spätere Ausdruckmöglichkeit sichergestellt ist (Vgl. § 239 Abs. 4 HGB). Die Aufbewahrungsfrist beträgt zehn Jahre. Trotzdem empfiehlt es sich, das Journal in gewissen Abständen auszudrucken.

Bedenken Sie, dass Sie heute noch nicht wissen, welche Organisation Ihre Buchhaltung vielleicht in neun Jahren besitzt. Auch zu diesem Zeitpunkt müssen Ihre Buchungen nachprüfbar sein.

Die Zeiträume, über die Sie einen Journalausdruck erstellen können, sind Monat, Quartal, Wirtschaftsjahr oder ein frei ausgewählter Buchungszeitraum.

Im Journal wird der Buchungsbetrag sowohl in der Firmenwährung als auch in der Originalwährung ausgegeben.

Lohnbuchhaltungsdaten importieren

Mit der Funktion Lohnbuchhaltung importieren im Menü Datei haben Sie die Möglichkeit, die Buchungsdaten der Lexware Lohnbuchhaltung in das Journal zu importieren.

Wählen Sie dazu das Verzeichnis aus, in dem die Lohnbuchhaltungsdaten gespeichert wurden aus (diese müssen vorher in der Lohnbuchhaltung gesichert worden sein) und geben das Finanzkonto an, von dem die Beträge bezahlt wurden. Klicken Sie dann auf OK.

Die importierten Daten können Sie dann über die Funktion FiBu / Buchen / Kontoauszüge buchen bearbeiten und verbuchen.

Achten Sie darauf, dass zuvor in der Lohnbuchhaltung die Konten in der Kontenverwaltung eingegeben wurden.

Lohnbuchhaltungsdaten speichern

Um die Daten für RA WIN 2000 zu speichern, wählen Sie in der Lohnbuchhaltung den Befehl Datei / Exportieren / Buchungsliste\... .Suchen Sie sich dann den Zeitraum aus und klicken Sie auf Drucken. Geben Sie dann ein Verzeichnis an, in dem die Daten gespeichert werden sollen (Empfohlen: \RA2000) und klicken dann auf Speichern. Die Daten sind nun für den Import bereitgestellt. Beachten Sie, dass der Dateiname Buchungs.lex beibehalten wird.

Lohnbuchhaltungskonten bearbeiten

Wenn Sie an den RA WIN 2000-Lohnkonten (41xx) nichts geändert haben, können Sie eine von uns vorgefertigte Lexware Kontendatei benutzen.

Dazu müssen Sie aus dem Verzeichnis \RA2000\Org die Datei lg_lart.btw in das Lohn und Gehaltsverzeichnis (\Loge32\Daten) kopieren. Dabei werden eventuell angelegte Lexware-Konten überschrieben.

Weitere Änderungen an den Konten können Sie in der Lohnbuchhaltung unter Verwaltung\Kontenverwaltung vornehmen. Klicken Sie dazu in der Maske Allgemeine Angaben Seite 1 von 2 auf Weiter und geben dann die entsprechenden RA WIN 2000 Kontonummern ein. Danach klicken Sie auf Speichern.

Tipps & Tricks

Auf welche Konten sind welche Vorfälle zu buchen?

Im Einzelfall ist es mitunter nicht immer leicht, die seltener anfallenden Geschäftsvorfälle auf die richtigen Konten zu buchen. Die nachfolgende Auflistung ist insoweit als kleine Hilfestellung gedacht und soll lediglich Ihrer Orientierung dienen.

Kategorie

Beschreibung / Beispiele

Erlöse 16% MwSt

Kostenrechnungen, die gemäß BRAGO abgerechnet wurden

Erlöse 15% MwSt

Kostenrechnungen vor dem 01.04.1998; z. B. mit Ratenzahlung vereinbart

Erlöse steuerpflichtige Auslagen

Abgerechnete Reisekosten und Spesen; 16% oder 7% MwSt, z. B. Fotokopiekosten

Steuerfreie Auslagen

Gerichtskostenvorschüsse, Gerichtskosten, Gerichtsvollzieherkosten

Kreditkartenabrechnungen

Kanzleiausgaben, z. B. Reisekosten

Gerichtskostenstempler

Gerichtskostenmarken, -Zugang, -Abgang

Fremdgeld

Zahlungseingänge von Schuldnern

Fremdgeldauskehrung

Auszahlung von Fremdgeld an Empfänger

Gehälter juristischer Mitarbeiter

Gehaltszahlungen für juristische Mitarbeiter

Honorare freiberufliche juristischer Mitarbeiter

Honorarzahlungen an freiberufliche Mitarbeiter, z. B. Referendare, Assessoren

Sonstige Löhne/Gehälter

Lohn- und Gehaltszahlungen sonstiger Mitarbeiter, z. B. Auszubildende, Sekretariat

Korrekturbuchungen - Was tun, wenn man sich tatsächlich verbucht hat?

Nachfolgend sind einige Möglichkeiten aufgelistet, wie typische Buchungsfehler zu behandeln sind. Berücksichtigen Sie bitte, dass ggf. die einzelnen Buchungssätze in zwei Schritten korrigiert werden müssen.

Übersicht zur Korrektur von einzelnen Buchungen:

Buchung

Fehlerart

Korrektur / Vorgehensweise

Zahlungseingang

zu wenig gebucht

Zahlungseingang; Differenz buchen

Zahlungseingang

zu viel gebucht

Gebührensollstellung; Differenz buchen (Ausgabe buchen)

Gebühren

zu wenig gebucht

Gebühren; Differenz buchen

Gebühren

zu viel gebucht

Einnahmen; Differenz buchen (nicht integriert)

Auslagen

zu wenig gebucht

Auslagen; Differenz buchen

Auslagen

zu viel gebucht

Zahlungseingang; Differenz auf Auslagen buchen

Fremdgeldauszahlung

zu wenig gebucht

Fremdgeldauszahlung; Differenz bestehen nur buchen

Fremdgeldauszahlung

zu viel gebucht

Zahlungseingang; Differenz auf Fremdgeld buchen

Umbuchung

zu wenig gebucht

Umbuchung; Differenz buchen

Umbuchung

zu viel gebucht

Umbuchung; Buchungsvorgang rückwärts; Differenz buchen

Hebegebühr

zu wenig gebucht

Gebühren; Differenz buchen

Hebegebühr

zu viel gebucht

Einnahmen; Differenz buchen

Der besseren Übersichtlichkeit halber, sollte als Korrekturdatum den Tag der falschen Buchung verwendet werden. Der Buchungstext sollte einen eindeutigen Hinweis auf den Storno oder die Korrektur (z. B. Storno oder Korrektur) enthalten.

Kredite

Langfristige Kredite sind in der Kontenklasse 0 zu führen. Dabei ist die Aufnahme eines Bankkredits als Einnahme und die Tilgungen als Ausgabe zu buchen. Wird ein Bankkredit in den Bestand genommen, so ist der offene Kreditbetrag als positiver Wert zu führen.

Korrespondenzhonorare

Berücksichtigen Sie bei der Verbuchung von Honoraranteilen der Korrespondenzanwälte die umsatzsteuerrechtliche Relevanz des Buchungsvorfalls.

Die anwaltsübliche Gebührenteilung kann bei falscher Kontierung zu einem falschen Betriebsergebnissen und falschen Umsatzsteuererklärungen führen, wenn z.B. die anteiligen Gebühren als Fremdhonorar über ein Sachkonto gebucht, nicht jedoch als Abgang vom Erlöskonto gebucht werden. Faktisch wirkt sich die Betriebsausgabe buchungstechnisch neutral aus, jedoch weist das Erlöskonto Einnahmen in tatsächlich nicht erzielter Höhe aus.

Kontostände beim Buchen stimmen nicht

Sollten die angezeigten Kontostände beim Buchen nicht mit den tatsächlichen Salden übereinstimmen, kontrollieren Sie zuerst mit der Funktion Kontostände tageweise die Salden. Soweit diese korrekt sind, führen Sie über Menüpunkt FiBu / Konten die Funktion Kontensalden prüfen und ergänzen aus, um die Salden auf den aktuellen Stand zu bringen.

Sollten die Salden dennoch eine Differenz ausweisen, mussdas Journal auf fehlerhafte Buchungssätze geprüft werden, ob z.B. bei einer Umbuchung nur ein Buchungssatz storniert wurde, der korrespondierende jedoch nicht.

Falsches Buchungsdatum

Das Programm meldet Ihnen, dass das Buchungsdatum falsch ist, wenn entweder [kein oder ein zukünftiges Datum] als erstzulässiges Buchungsdatum definiert ist oder aber, dass Sie versucht haben in einen durch die Einnahmen-/Überschuss-Rechnung abgeschlossenen Buchungszeitraum zu buchen. [Vor] dem als erstem Buchungsdatum eingetragenen Wert ist keine Buchung möglich!

Korrigieren Sie das erstzulässige Buchungsdatum in der Buchhaltung über den Menüpunkt Extras / Allgemeine Einstellungen / Registerkarte allgemein.

Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes

Vor der Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes erhaltene Vorschüsse müssen Sie nachversteuern, wenn die Fälligkeit der Vergütung nach dem Erhöhungszeitpunkt eingetreten ist und Sie die Vorschüsse mit Mehrwertsteuer verbucht haben.

Buchen Sie spätestens nach Eingang des Rechnungsbetrages die gebuchten Vorschussgebühren vom alten auf den neuen Mehrwertsteuersatz um.

Buchung von Anlagegütern

Werden Anlagegüter in den Bestand übernommen, ist als Anfangsbestand ein negativer Wert einzutragen. Der Kauf eines Anlagegutes ist als Ausgabe und der Verkauf als Einnahme zu buchen.

Abschreibungen sind grundsätzlich über die AfA-Liste zu buchen.

Umsatzsteuererstattung verrechnet mit KFZ.-Steuerforderung des Finanzamts

[Beispiel:]

Das Finanzamt erstattet am 15.02. an die Kanzlei einen Betrag i. H. v. € 2.500,00. Dieser setzt sich aus einer Umsatzsteuererstattung von € 3.000,00 für das IV. Quartal des Vorjahres und einer KFZ-Steuer-Forderung von € 500,00 für das aktuelle Jahr zusammen, die das Finanzamt mit der Umsatzsteuererstattung verrechnet hat. Zeitgleich mit der Verrechnung durch das Finanzamt hat die Kanzlei jedoch am 31.01. die KFZ-Steuer überwiesen und erhält diese nachfolgend am 01.03. zurückerstattet. Sie wollen diese Zahlungsvorgänge zu verbuchen?

Last modified: 24 February 2026